b_350_1200_16777215_00_images_202021_Rund_um_Wacker_einmal_keinmal.jpgDie meisten Fans des FC Wacker Innsbruck wissen, dass Michael Streiter mit 482 Einsätzen (zwei mehr als Ali Hörtnagl) der Rekordspieler des Tiroler Traditionsvereins ist, dass kein anderer als Peter Pacult mehr Tore (147) geschossen hat, oder dass Marco Hesina mit 15 Jahren 5 Monaten und 14 Tagen der jüngste Spieler war, der sein Debüt im Profiteam gab. Der jüngste Torschütze im Profiteam ist Felix Mandl (2. Liga, 17 Jahre 1 Monat 12 Tage), der jüngste Bundesligatorschütze ist Matthäus Taferner (18 Jahre 3 Monate 25 Tage) und im Cup war der jüngste Torschütze Manfred Linzmaier (17 Jahre 11 Monate 13 Tage). Doch wie schaut es auf der anderen Seite der Rekordliste aus? Wer waren die Spieler, die lediglich ein einziges Mal für die Profimannschaft der Schwarz-Grünen auflaufen durften? In dieser Serie erinnern wir an diese Spieler, von denen es tatsächlich gar nicht so wenige gibt.

 

Ibrahim Sidibe (2000/01 - 2001/02)

Ibrahim Sidibe, geboren 1980 im Senegal, kam über Sfax Tunis und dem deutschen Amateurklub Bahlingen im Jahr 2000 zum damaligen FC Tirol und wurde vorerst bei der WSG Wattens "geparkt". Am 08.09.2001 kam der Stürmer zu seinem einzigen Pflichtspieleinsatz für den Tiroler Traditionsverein. Ausgerechnet im Wiederholungsspiel für die Qualifikations zur Champions League-Gruppenphase beim 1:0-Sieg gegen Lok Moskau kam er in der Schlussphase für Stefan Marasek ins Spiel und absolvierte 14 Minuten.
Noch im Herbst 2001 wurde er an den Zweitligisten Pasching abgegeben, mit dem er im selben Spieljahr den Aufstieg in die Bundesliga schaffte.
Im Sommer 2002 übersiedelte er zum Ligakonkurrenten SV Ried. Mit den Innviertlern musste er 2003 in die 2. Liga absteigen. Im Sommer 2005 übersiedelte er nach Ungarn zu Meister VSC Debrecen und erzielte dort in 69 Spielen 32 Tore. Mit den Ungarn wurde er 2006 und 2007 Meister. Im Frühjahr 2008 holte ihn St.Truiden nach Belgien. Für den belgischen Erstligaverein erzielte er in 113 Spielen 41 Treffer. In der Folge war er noch bei einigen Vereinen in Belgien und Ungarn aktiv. Seit dem letzten Sommer ist der inzwischen 40-Jährige vereinslos.

Michael Peer (1986/87, 1990/91 - 1992/93)

Michael Peer, geboren 1969, entstammt aus der erfolgreichen Nachwuchskooperation der damaligen SPG Union/Wacker. Der Stamm dieser Mannschaft bildete im Sommer 1986 die neue Kampfmannschaft des FC Wacker Innsbruck, der abseits des FC Swarovski Tirol in der 2. Klasse Mitte neu beginnen musste. Nach einem Jahr wechselte Peer zurück zur Kampfmannschaft der Union MK. Ab 1990, zurück beim FC Wacker, war er in der Zeit bis 1993 der Goalgetter der Schwarz-Grünen und konnte seine Torjägerqualitäten in der Folge auch in der West- und Tiroler Liga bei namhaften Vereinen unter Beweis stellen.
Im Zuge der Übernahme der Profimannschaft in der Saison 1992/93 kam Peer in die U21-Mannschaft. Im September 1992 kam er beim 2:0-Cupsieg in Wörgl zu seinem einzigen Einsatz bei den Profis. Beim Stand von 1:0 wurde er in der 62. Minute für Mario Been eingewechselt.
Danach ging es für Peer einige Monate nach Garmisch, ehe es ihn ins Tiroler Unterhaus zog, wo er für Fügen, Kufstein, Hall, Schwaz und einige mehr tätig war. 2009 hing er seine Fußballschuhe bei Silz/Mötz an den Nagel.


Roberto Garcia, Jhg 1969 (Saison 1991/92)

Roberto "Toto" Garcia, geboren 1969 in Argentinien, kam als einer jener Argentinier, die als Ersatz für Nestor "Pipo" Gorosito von San Lorenzo de Almagro zum damaligen FC Swarovski Tirol Innsbruck geschickt wurden. Der Mittelfeldspieler kam nur einmal, am 04. April 1992, bei der 0:1-Heimniederlage gegen Stahl Linz zum Einsatz, wo er die gesamte Spielzeit absolvierte. Im Verlauf des Frühjahrs löste man seinen Vertrag auf und er kehrte in seine Heimat zurück. Danach wechselte er zu Toros Neza nach Mexiko, wo er aber auch nicht glücklich wurde. Zurück in Argentinien (Colon Santa Fe) machte er durch gute Leistungen wieder auf sich aufmerksam und wurde 1996 für eine Saison von Maccabi Haifa nach Israel geholt. Nach einem kurzen Intermezzo beim argentinischen Club Belgrano de Cordoba zog es Garcia nach Peru, wo er zwei Saisonen für Deportivo Palestino spielte. Im Jahr 2000 ging es wieder zurück nach Argentinien, wo er nach weiteren drei Stationen schließlich 2004 bei El Povenir in Buenos Aires seine Karriere beendete.

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