Weiterlesen: Halte deine Ohren offenMan muss nicht immer einer Meinung sein. Man sollte Meinungsverschiedenheiten aber ausdiskutieren. Höflich und anständig wäre es, solche Gespräche unter Freunden nicht in der Öffentlichkeit zu führen, sondern in vertraulichem Rahmen. Aber „alles ist verkäuflich, auch Freundschaft“. Erwerbsregel 121 der Ferengi. Drum reden wir jetzt hier. Und sind auch schon beim Punkt. Während der FC Wacker Innsbruck einmal mehr sein allerletztes Spiel macht (gut, diesmal stimmt‘s zumindest in einer Hinsicht), während man – warten Sie, ich muss nachschauen – Dornbirn am Tivoli begrüßt, geht es schon lange nicht mehr um die sportlichen Erfolge des Vereins. Ein Ferengi würde sagen, ging es nie, denn „nichts ist wichtig als deine Gesundheit – außer dein Vermögen“ (Erwerbsregel 23).

Weiterlesen: Per Anhalter durch den Galaxis-WahnDas Weltall – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2022 das Raumschiff Wacker Innsbruck war vor 20 Jahren aufgebrochen, um unentdeckte Galaxien und neue Welten im Fußball-Universum zu erobern. Dem ersten Captain G. Stocker folgten viele weitere und ebenfalls wurden Crews der Reihe nach ausgetauscht. Allen war eins gemeinsam. Sie hielten die NCC-1913 zumindest rudimentär auf Kurs.

Weiterlesen: HeidenspaßPassender könnte der Termin ja nicht sein. Karfreitag. Der Tag, an dem das Christentum in Trauer versinkt, an dem die Hoffnung der Welt gestorben ist. Wobei, Jesus hat die Schuld der Welt auf sich genommen, und mit sich ins Grab. Ist gestorben, und wiederauferstanden. Einmal. Und das hat gereicht, um eine Weltreligion zu begründen, die 2000 Jahre Geschichte und Kultur, Sprache und Denken geprägt hat. Wacker trägt die eigene Schuld mit sich herum und versucht sie, von sich abzuschütteln. Ist nicht einmal gestorben, sondern immer wieder. Und ein Stück Tradition und Ansehen ist immer wieder damit verloren gegangen. Der Tod ist wohl nicht die Lösung für die Probleme der Innsbrucker, das Weiterleben in den ewiggleichen Strukturen aber auch nicht. Der kommende Gegner aus der Steiermark kennt das nur zu gut.

Weiterlesen: Manchmal ist es sogar schön, der SV Horn zu seinStell dir vor, du gehst als Titelanwärter in die Saison, und niemand interessiert sich am Ende mehr für deine Spielergebnisse. Dann bist du wahrscheinlich der FC Wacker Innsbruck. Du kämpfst um dein Überleben, um das Zurückgewinnen deiner Eigenständigkeit, um deine blanke Haut. Wer redet da noch über das nächste Match, wer noch vom kommenden Gegner SV Horn?

Weiterlesen: Zahlen, bitte!Diese Überschrift gab es so oder so ähnlich schon ein paar Mal in den vergangenen Jahren. Und man wusste dann, es kommt keine seltsame Story, keine Lektion über History, keine in einen kaum verdaubaren Rahmen eingebettete Spielstatistik, sondern schnöde, klare Zahlen. Wer heute, in der aktuellen Situation des FC Wacker Innsbruck, liest: „Zahlen, bitte!“, der liest die beiden Worte anders. Aus Sorge um den Fortbestand des Vereins, aus Sorge um den Profifußball, aus Sorge um den Frauenfußball auf Bundesliganiveau, aus Sorge um den Fußballnachwuchs in Tirol, aus Sorge um die vielen kleinen, vertrauensvollen Gläubiger... Da wird der kommende Spieltag, der nächste Gegner zur Nebensache. Und trotzdem, es ist das, was wir hier servieren können. Zahlen. Und Namen. Ein paar wenige zumindest.

Weiterlesen: Da Anfang vom EndEr war eine Legende. Füllte Fußballplätze wie kein anderer, vermittelte ein ganz eigenes Lebensgefühl. Und irgendwie hatte er für jede Lebenssituation die richtige Antwort. Ein Barde, ein Mensch, ein Künstler, ein Herz. Ein Herz, das aufgehört hat zu schlagen. Dr. Kurt Ostbahn ist von der Bühne gegangen, für immer. Und dabei würden wir den Springsteen aus Favoriten gerade jetzt so dringend brauchen. Wenn neoliberale Geradebürster die Gesellschaft stromlinienförmiger machen wollen, wenn das soziale Netz immer mehr Löcher erhält, wenn Ukraine-Flüchtlinge von Rechtsextremen um ihre Notunterkunft beneidet werden. Und für jede kleine Krise im privaten Leben, wenn einem die Liebe des Lebens abhandenkommt. Man bräuchte Willi Resetarits und seine Lieder, die für alles eine Antwort geben. Einfach Trost & Rat.

Weiterlesen: Schrödingers FußballclubKeine Angst. Wir haben nicht schon wieder einen neuen Präsidenten. Oder neuen Investor. Wobei... Nein, lassen wir das. Erwin Schrödinger, der österreichische Physiker, ist der breiten Masse nicht mit seiner hochkomplexen Arbeit, sondern mit einem einfach verständlichen Gedankenexperiment in Erinnerung geblieben, das den Schwachpunkt der Kopenhagener Quantenmechanik-Interpretation aufzeigen sollte. Kurz gesagt: Schachtel zu, Katze tot und lebendig gleichzeitig. Willkommen bei Wacker Innsbruck.

Weiterlesen: Am AnfangWenn alle über das Ende reden, sprechen wir vom Anfang. Am Anfang war das Wort. Sagen die einen. Die anderen sagen, am Anfang war Rapid. Ziemlich oft. Ein ganz schön eigenes Verhältnis, das die Innsbrucker da zu diesem Namen aufgebaut haben. Wie passend, dass am Freitag Rapid auch wieder im Tivoli vorbeischaut. Auch wenn es nur die Amateure sind, Circle of Life, oder so. Super, jetzt hab ich einen Ohrwurm.

Weiterlesen: MahlzeitAus aktuellem Anlass wird im tivoli12 forum derzeit viel über Eselchen diskutiert, die ja offensichtlich für den Geldtransfer zwischen Stuttgart und Innsbruck eingesetzt  und auf diesem gefährlichen Weg offenbar immer wieder durch unvorhersehbare Ereignisse aufgehalten werden. Wie sonst sollte denn das zermürbend lange warten auf das Eintreffen bitter benötigter Zahlungen denn halbwegs nachvollziehbar zu erklären sein... Wenigstens bleibt den Wackerianern noch ein wenig Humor. Kein Wunder also, dass dieses Thema auch im t12-Vorbericht zum Amstetten-Spiel auftaucht:

Weiterlesen: Vriede, Freude, EierkuchenWas bleibt von Ostern. Für die, die glauben, die Auferstehung. Für die, die nicht glauben, ein paar Kalorien mehr, als man mit einem montäglichen Emmaus-Gang wieder abspazieren könnte. Und für die Ballesterer – Fußball, viel, viel Fußball. Zum Beispiel Wacker Innsbruck gegen Blau-Weiß Linz.

Weiterlesen: Einmal noch.Einmal noch. Das sagen Eltern zu ihren Kindern, wenn die ganz aufgeregt fragen, wann denn das Christkind endlich die Geschenke bringt. Einmal noch. Das trifft auch auf den Osterhasen zu, der mit seinen verlockenden Nestchen sehnsüchtig erwartet wird nach einer langen Fastenzeit. Einmal noch, liebes Kind. Eltern verschaffen sich Zeit. Denn wenn sie sagen: 37mal noch, wir stellen sogar die Zeit dazwischen um und die Bundesliga trifft davor den Lizenzentscheid, und ob er überhaupt kommt, der Osterhase, so wie die Umstände sind - dann ist das Geschrei riesengroß. Also: einmal noch. Und die Kinder glauben es, wenn sie klein genug sind.