Weiterlesen: Kommet alle zu mirSonntag, 10:30. Ich werde es nie verstehen. Aber bevor ich lamentiere, eine Servicemeldung für alle schwarz-grünen Katholiken in Innsbruck (abseits davon kennt man die Öffnungszeiten des lokalen Lebensmittelmarktes, die Telefonnummer des Wirtens und die Messzeiten ja auswendig): Vorabendmesse besuchen, etwa in der Jesuitenkirche um 18 Uhr auf Englisch. Oder, nach Heiligen aufsteigend, am Sonntag um 8:30 in der Dreiheiligenkirche, als Livestream um 10 Uhr aus Allerheiligen, mit leichten Überschneidungen halt zum Match. Und meiden Sie stets als gläubiges Event getarnte Umzüge durch die Innenstadt. Damit helfen Sie Ihrer Gesundheit, tun etwas für’s Seelenheil – und der Live-Stream zum wackeren Spiel gegen Kapfenberg geht sich auch noch aus!

Weiterlesen: Die wunderbare Welt der ZebrasDa steht man und schaut. Und sieht eigentlich nur Pferdchen mit Streifen. Gut, man kann fragen: Weiße Pferde mit schwarzen Streifen? Schwarze Pferde mit weißen Streifen? Aber halt doch – Pferdchen. Ein bisschen wie bei den Juniors aus Oberösterreich. Nett, dass sie so einen niedlichen Namen haben, der vorgaukelt, sie wären was ganz eigenes. Nur, es sind halt doch die kleinen Pferdchen des LASK. Hätten sie nicht Streifen, sie wären ziemlich unauffällig. Aber so – ui, süß, kleine Zebras!

Weiterlesen: Hit the road, Jack!Manchmal kommt einem die Bundesregierung zuvor. Geisterspiel. Wenn am Dienstag Wacker Innsbruck in Liebenau aufläuft, wird Jack nicht viel zu tun haben. Hätte er vielleicht auch nicht ohne die einschränkende Verordnung aus Wien, wenn man die Aussendung des Kollektiv1909 ernst nimmt: „Weiters empfehlen wir euch, zu überdenken, ob ihr unter den gegebenen Umständen weiterhin ins Stadion gehen wollt oder ob es nicht besser wäre, darauf zu verzichten...“ Na bumm.

Weiterlesen: How I met your... opponent„Kinder, ich erzähle euch jetzt eine unglaubliche Geschichte. Sie handelt davon....“ Wenn Eltern mit diesem Satz beginnen, nehmt euch Zeit. Sucht euch was zu knabbern, holt euch einen Kaffee, so schnell kommt ihr nicht mehr weg. Ich weiß, manchmal hat man dieses Gefühl auch, wenn man hier die Vorberichte zu den Wacker-Spielen liest. Aber ich versprech‘s, ich mach es kurz und knapp, auf den Punkt und ohne Ausschweifungen. Also...

Weiterlesen: As Lebn in de BergVor der Saison war klar, wer ganz oben stehen wird. Klagenfurt. Im vergangenen Jahr nur durch das Torverhältnis und ein interessantes Parallelspiel am Aufstieg gescheitert, von Partnern in Deutschland finanziell ordentlich unterstützt. Und außerdem ist das Stadion ja so schön, hört man. Selbst, wenn Bäume drin wachsen. Vor der Saison, das ist lange her in einer verrückten Zeit, in der einsame Tage zu Wochen und Monate der Vorbereitung auf eine zweite Welle zu einem einzigen Augenblick werden können. Jetzt lacht Liefering von der Spitze, und Lafnitz steht am Aufstiegsrang. Lafnitz. Ein Ort, den man vor drei Jahren auf der Landkarte wahrscheinlich nicht gefunden hätte. Der weniger Einwohner hat, als der Bezirk Innsbruck Land aktiv Positive. So können sich Ansichten verschieben.

Weiterlesen: LichterlnWeihnachten kommt mit Riesen Schritten näher, der Fussball verabschiedet sich nun auch im Profisegment in die Winterpause und es sollte langsam ruhiger werden.

Weiterlesen: Zwei Seiten WienWenn man von Wien spricht, kommen unweigerlich Bilder vor das innere Auge. Derzeit sehr traurige. Und auch unerwartete, Hoffnung gebende, von sich wildfremden, in der Not ohne Fragen helfenden Menschen. Den Wiener, den glaubt der Tiroler eigentlich als missmutigen Dauergrantler zu kennen, das goldene Wienerherz findet seine vermeintliche Vollendung im Gespräch mit einem jungen, rucksackbeladenen Dorfbewohner, der es wagt, den Lauf der Großstadt durch sein Stehen auf der linken Seite der Rolltreppe zu stoppen. Zwei Seiten Wien. Wien ist Bewegung, bis es sich staut. Der Romantiker würde sagen: Donauwalzer am Opernball. Alles dicht, und trotzdem ein beruhigendes Gewoge der tausenden Menschen. Der Realist denkt: Verteilerkreis, Südosttangente. Kampf um das Fortkommen, selbst im Stillstand. Das derzeit wohl beste Bild für die Nachbarn des Verteilerkreises, die Veilchen.

Weiterlesen: GA(llrounder)KDer FC Wacker Innsbruck ist ein Fussballverein, ein Traditionsfussballverein und sonst? Bis vor kurzem zumindest nichts. Demgegenüber steht der Grazer Athletiksport Klub, als kommender Gegner mit einer Fülle an Aktivitäten.

Weiterlesen: SchwarzHeute nicht.

Heute gibt es keine Kalauer über den kommenden Gegner, keine augenzwinkernden Artikel wie „Hit The Road Jack“ über die Datenkrake IDJack, eine App, die der SK Sturm den eigenen Fans beim Stadionbesuch aufzwingt, bei der Foto, Ausweis und vieles mehr gesammelt und bei Dritten abgespeichert werden.

Weiterlesen: Die Götter müssen verrückt seinWoooom. Eines Tages fiel etwas vom Himmel. Glänzend, wunderschön, so hart wie nichts anderes, das sie bisher gesehen hatten. Ein Ding, so wunderbar und vielfältig, so nützlich, dass es jeder haben wollte. Von den Göttern gesandt, ein wahrlich göttliches Kleinod. Für Xi war es eine Cola-Flasche, achtlos von einem Piloten entsorgt und in die Kalahari geworfen. Für Rapid ist dieses glänzende, göttliche, universal nützliche Ding Steffen Hofmann.

Weiterlesen: The Apprentice„You’re fired!“. Der Schlachtruf des kapitalistischen Amerikas eroberte in den frühen 2000ern das Trash-TV auch auf angesehenen Sendern wie NBC. Zu einer Zeit, als in Österreich kräftig am langsam gewachsenen Baum der Sozialpartnerschaften gerüttelt und gesägt wurde, übernahm Donald Trump die Rolle eines erfolgreichen Unternehmers und machte damit die Pleitewelle seiner Casinos und Universities vergessen. Während er in der größten Marktwirtschaft der Welt zur Wiederwahl steht, hat sein „Hire-and-Fire“-Konzept auch Eingang in Österreichs zweithöchste Fußballliga gefunden: „The Apprentice – Horn-Edition“.