Weiterlesen: Maske, bitte!Die Wikinger kommen! Panik bricht aus, Häuser beginnen wie aus dem Nichts zu brennen, Rauchschwaden legen sich über die verschmutzten Straßen, jeder flüchtet in eine andere Richtung, irgendwo fällt sicher ein Kübel mit Wasser oder eine Tonne mit irgendeiner Flüssigkeit um, im Hintergrund Geschrei und Orchestermusiker im schnellen Stakkato wegen der Dramatik wärs. So läuft’s im Film ab. Wenn die Innviertler Wikinger kommen, ist die Panik spürbar geringer. Vor allem in diesem Jahr.

Weiterlesen: Amore (meine Stadt)Die Stadt ist voller Liebe. Die Bienchen bestäuben, was das Zeug hält. Marco Michael Wanda brüllt Amore in die Olympiahalle. Die Vöglein balzen, als gäbe es kein Morgen. Und schaun sie mal in die Straßen und Parks, die Jugend – und nicht nur die – tut es ihnen gleich. Der Wonnemonat hat die Stadt im Griff. Und dann kommt auch noch Wattens und die Frau Präsidentin... Wenn jemand fragt wofür du stehst, sag für Amore.

Weiterlesen: Von Thapsus über Shiloh bis nach FloridsdorfAm 6. Tag des Monats April trifft der FC Wacker Innsbruck im Rahmen der 27. Runde auf den FAC. Eigentlich ein geschichtsträchtiges Datum, denn der sechste April hat es in sich.

Weiterlesen: Kill BILLYÅBSÖRD. Könnte ein Regal sein. Oder ein Teller. Oder irgendwas von den tausenden Bling-Bling-Dingern, die ein schwedischer Möbelriese verkauft, um Frauen glücklich zu machen und Männer zur Verzweiflung zu bringen. Ich will nicht noch was stehen haben auf meinem HEMNES. ÅBSÖRD ist aber auch, wenn man noch sechs Spiele kicken muss, und es geht um nichts mehr. Willkommen bei LUSTENÖ, willkommen im Ländlä.

Weiterlesen: Heiliger BimBam!Lang hats gebraucht, bis ich verstanden hab, warum Tirol das „Heilige Land“ ist. Es war nicht die ständige Volksmission der Jesuiten im 18. Jahrhundert, nicht die vielen Kirchen, Prozessionen und Bräuche. Und schon gar nicht das pietätvolle Leben der Tiroler. Alles eine Mär. Es ist der FC Wacker Innsbruck. Wer mit ihm verbunden ist, wer seine Spiele, seine Existenz nicht emotionslos distanziert verfolgt, der lernt beten, der ist so richtig katholisch. Gegen Wr. Neustadt wird’s nicht besser werden.

Weiterlesen: Inns wurschtDamit hat keiner gerechnet. Ein Gewinner, den man eher im harten Kampf um die Plätze vermutet hätte. Der sich erst intern hat zurechtkämpfen müssen, um überhaupt gegen andere antreten zu dürfen. Aber was für ein Frühjahr. Kaum einer hätte ihm das zugetraut, dem FC Wacker Innsbruck. Grün und Schwarz sind wieder Trendfarben im Land. Und in der Stadt. Der Willi müsst ja eigentlich ein Wacker-Mitglied sein, sein Weg in die Stichwahl und der des FCW an die Tabellenspitze, sie sind sich recht ähnlich. Ähnlich überraschend und sensationell. Und ähnlich ernüchternd, was das Interesse der Bevölkerung angeht. Von wegen Innsbruck. Inns wurscht.

Weiterlesen: Beef, Tatar!Wenn der weiße Rausch des Winters in der Frühlingssonne verschwindet und die kollektive Benebelung durch den Skisport sich langsam auflöst, werden aus Herr und Frau Österreicher wieder Fußballexperten. Manche sagen gar Teamchefs. Die Statistik Austria weist derzeit 8,77 Millionen davon aus. Und eine breite Masse davon war sich noch vor wenigen Wochen einig, der eigentliche Teamchef entspringt dem Mainzer Fasching, nicht der Rheinländischen Fußballkultur. Dieselbe Masse nebenbei, die nun davon singt, die Mannschaft wäre am Wege zu einem neuen Höhenflug. Drei Siege in Folge gegen Staaten, die zusammen so viele Einwohner haben wie Papua-Neuguinea. Oder das aktuelle Österreich unter Kaiser Franz Joseph selig vor über 100 Jahren. Einer, der in diesen Situationen allgemeiner Enthusiasmierung stets kühlen Kopf bewahrt, ist Alfred Tatar, der Experte des Ligasponsors. Seine bedachte Zurückhaltung sollte derzeit für Innsbruck Vorbild sein, wenn man als Tabellenführer gegen Liefering antritt, denn „wenn du glaubst, es geht jetzt mehr, kommt von irgendwo ein Dämpfer her.“. Meint Tatar.

Weiterlesen: Lass mich dein Herzblatt sein„Nun musst du dich entscheiden...“. Wenn Susi aus dem Off ihren Standardsatz hauchte, stieg der Adrenalinspiegel bei so manchem Kandidaten der Verkuppelungsshow im TV. Kein Wunder, nach 20 Minuten verzweifelten Versuchen, sich selbst möglichst ohne Peinlichkeiten zu präsentieren, stand nun die große Entscheidung an. Was steht da hinter der Türe? Volltreffer oder Lachnummer? Für den FC Wacker ist es nicht ganz so schwer, durften die Innsbrucker ja schon dreimal gucken. Man kennt Kapfenberg. Oder... kennt man Kapfenberg?

Weiterlesen: Wenns in eine Nussschale passt...Stephen William Hawking ist nicht mehr. Jener Mann, der durch eine Krankheit selbst keine Stimme mehr hatte, dessen Worte aber dennoch die Welt sprachlos machte. Gerne würd ich ja über ihn schreiben, ein paar legendäre „Wuchteln“, für die der theoretische Astrophysiker immer zu haben war, mit Fußball verbinden, irgendwie auf Wacker hinleiten. Nur, ich hab so gar keine Ahnung von dem, womit sich Hawking tagtäglich beschäftigte. Nicht einmal dann, wenn er das Universum in einer Nussschale erklärt, für Laien verständlich. Andererseits, ich hab auch keine Ahnung von Fußball und schreib darüber. Also finden wir schon einen Weg...

Weiterlesen: Flieg nicht zu hoch, mein kleiner FreundHa...!Man ist gerührt. Zutiefst gerührt, ja, den Tränen nahe. Sieben Siege im Frühjahr, seit elf Spielen ungeschlagen, Tabellenführung. Wohin man blickt, gerötete Augen, triefende Nasen, die Taschentücher werden herumgereicht am Tivoli. Mehr noch, in ganz Tirol das gleiche Bild. ...tschi! Ah, Pollensaison, das wars, das ganz Tirol beschäftigt. Die klitzekleinen Mistdinger, kaum wahrnehmbar, niemand denkt das Jahr über an sie, und doch werden gestandene Männer zu weinerlichen Waschlappen, wenn sie unverhofft zuschlagen. Und am Freitag spielt Wacker Innsbruck gegen Blau-Weiß Linz. Weiß nicht, wie ich grad da drauf komm.

Weiterlesen: Lonely boyEigentlich muss einem ja das Herz brechen vor lauter Schmerz. Keiner will mit ihnen spielen. Gar keiner. Da laufen die anderen Buben schon frischfröhlich dem Ball nach, machen Playdates aus, ihre Eltern treffen sich und quatschen über die Probleme, die man mit dem Nachwuchs so hat – nur mit Wattens will das niemand. Dann kommt halt das, was unvermeidbar ist: der große Bruder muss raus. Und spielen. Denn dafür sind große Brüder ja da.