Weiterlesen: Ein Schritt zurück  Eine erstickende Apathie hat sich über die schwarz-grünen Lande gelegt, sie dämpft Unmut und Zorn, verdeckt vieles. Der Mensch, der zu seinem Schutz dazu konditioniert ist, in negativen Situationen, in denen er nichts mehr auszurichten vermag, in eine Art Lethargie zu verfallen, verharrt allzu oft in Schockstarre. Wobei, Schockstarre trifft es wohl nicht so sehr, ging man doch sehenden Auges in diesen Abstieg, an dem auch das Spiel gegen die SV Ried nichts mehr ändern wird. Zum 100jährigen Jubiläum verabschiedet sich der FC Wacker Innsbruck aus der Bundesliga – nicht zum ersten Mal…

Weiterlesen: Das Leben ist ein SpielWenn es für ein Team – den WAC – um nichts mehr geht als die Ehre, und dem anderen – dem FCW – selbst Wunder kaum mehr reichen, dann wird ein Fußballspiel bedeutungslos. Oder es wird wieder zu dem, was es ursprünglich einmal gewesen ist: ein Spiel. Doch dazu müssten sich die Akteure überwinden, den Sport, den sie als Kind so geliebt haben, um seiner selbst willen ernst zu nehmen…

Weiterlesen: Schwarz-Grüne FastenzeitJetzt ist sie also da, die Fastenzeit. Für eingefleischte Wacker-Fans keine wirkliche Neuerung, Verzicht und Buße ist man ja gewöhnt bei Schwarz-Grün. Die Zuschauer verzichten - immer öfter auf das Tivoli und den Spieltagsbesuch. Bei den präsentierten Ergebnissen ist dies aber auch kein Wunder, denn dauert die christliche Fastenzeit quälend lange 40 Tage, so übertrifft sie die des FC Wacker mit Leichtigkeit…

Weiterlesen: Machen wir´s wie Bregenz?Eduard Wallnöfer selig hätte in solchen Situationen wohl gleich mit einem Schützenaufmarsch gedroht: neun Punkte und ein mittleres Schützenfest fehlen dem FC Wacker Innsbruck auf den direkten Konkurrenten Admira, innerhalb der nächsten sieben Runden müsste dieses außergewöhnliche Scheibenschießen stattfinden, will der FC Wacker Innsbruck das schaffen, was nun selbst die größten Optimisten nur mehr als Wunder bezeichnen und für die Verantwortlichen des Vereins in ihrer Planung längst nur mehr Plan B ist, nämlich den Klassenerhalt. Dass als nächster Gegner der neue Meister aus Salzburg in seiner Heimfestung auf die Schwarz-Grünen wartet, ist dabei nicht gerade förderlich…

Weiterlesen: Fastenzeit im Fasching?Zwei Drittel der Meisterschaft sind absolviert, und während halb Österreich den Fasching ausgelassen feiert und  sich mit roten Nasen schmückt, bleibt Wackers einziger Schmuck derzeit die rote Laterne. Dabei scheint es, dass sich die Innsbrucker schon seit Monaten im Faschingsmodus befinden, denn von einem zehnfachen österreichischen Meister, einem Traditionsverein mit Stolz und Anspruch, einem Aufbäumen gegen die Situation ist wenig zu sehen. Zu oft schlüpft man in das Kostüm der Schießbudenfigur, der lahmen Ente, des traurigen Clowns. Und die Träne im Augenwinkel ist selten nur aufgemalt…


Weiterlesen: Wenn Zahlen schmerzenDass Wacker mit dem Rücken an der Wand steht, einen Schritt vor dem Abgrund, das weiß jeder. Spätestens wenn von den Vereinsverantwortlichen Durchhalteparolen ausgegeben werden und die sportliche Leitung in aller Öffentlichkeit an die Ehre der Spieler appelliert, weiß man, es liegt nicht mehr viel Hoffnung in der Situation. Und da will man auch nichts mehr von Zahlen lesen, die das auch noch untermauern… Wollen Sie doch? Naja, wie Sie wünschen…

Weiterlesen: Wacker braucht mehr 6Da ist es wieder, das Sechs-Punkte-Spiel. Das nächste. Nicht, dass es nur eines davon gäbe, denn zählt man die Admira und Wiener Neustadt zum engeren Kreis der Abstiegskonkurrenten, dann stehen in dieser Saison noch drei dieser Aufeinandertreffen für Innsbruck ins Haus. Neben drei Punkten gegen die Admira sind im direkten Duell noch sechs Punkte gegen die mit sechs Punkten Vorsprung auf Rang acht platzierten Wiener Neustädter zu holen. Das kommende Match ist also im wahrsten Sinne des Wortes ein Sechs-Punkte-Spiel – und will man in Innsbruck bis zum 11. Mai die unliebsame rote Laterne loswerden, dann ist man zu siegen verdammt.

Weiterlesen: Wunder²Man könnte, wenn man wollte, das kommende Spiel mit unsäglichen und ob der Abnutzung unerträglichen Wortspielen einleiten: Man könnte vom sturmlosen SK Sturm schreiben oder für Wacker eine Sturmwarnung ausgeben, man könnte auf stürmische Angriffe eines vom Winde verwehten Gegners hinweisen oder die sturmreif geschossenen Grazer als laues Lüfterl bezeichnen. Oder man lässt, nachdem man die gängigsten Floskeln abgehakt hat, einfach Zahlen sprechen.

Weiterlesen: Wackers olympische AugenringeDie Lust, sich im Licht der olympischen Spiele und gülden glänzender Metallkreise an Bändchen zu sonnen ist sehr verlockend. Und, vorweg, ja, auch Putin weiß das. Wäre er nicht durch sein Präsidentenamt, in welchem er die russische Föderation ganz alleine aufrecht hält, etwas abgelenkt worden, er hätte das Olympische Dorf und alle Sportanlagen mit seinen eigenen Händen in den Nationalpark Sochi gegraben und hätte dennoch die Zeit gefunden, im Österreicher-Haus nachzufragen, ob er denn noch etwas für sie machen könne. Wobei, er kam zu früh zu Besuch, denn Iraschko-Stolz‘s Medaille war noch nicht vergeben – und Danielas Teilnahme ist nicht das einzig Olympische des FC Wacker Innsbruck…

Weiterlesen: (K)ein Ausweg in Sicht?Es scheint ausweglos. Der eingeschlagene Weg will und will nicht zum Erfolg führen, jeder neu gewählte Weg führt ebenso gegen eine unüberwindbare Wand. Hinter einem das Nichts, und dennoch spürt man schon den nahenden Untergang, hört das heiße Schnauben des Verderbens. Keiner der 7 Jünglinge und 7 Jungfrauen, die als Opfer regelmäßig im Labyrinth des Minotaurus ihr Leben lassen mussten, fand je den Weg in die rettende Freiheit... Der FC Wacker Innsbruck machte in der vergangen Saison in der allerletzten Runde den heilbringenden Schritt aus dem Irrgarten – in diesem Jahr steht er aber tief in den verwinkelten Gängen den Fußballlabyrinths, und Hoffnung scheint kaum mehr möglich… oder doch?

Weiterlesen: Welcome to the JungleFrüher, so heißt es, war alles besser. Und früher, so hört man von denselben, war alles viel schlimmer. Damals, in der grauen Vorzeit – als der durchschnittliche TV-Apparat zwar schon in der eigenen Wohnung stand, aber noch ohne Farben lief – damals hat es so etwas nicht gegeben. Weil anno dazumal, da hat man noch gearbeitet, geackert und sich aufgeopfert, da ging man heim zum schlafen. Und jetzt? Jetzt sitzt man vorm TV und starrt gebannt auf Menschen, deren Namen man nicht so genau kennt, sieht ihnen beim Nichtstun zu, beim Spazierengehen und Rumliegen, bewundert sie, wenn sie sich freiwillig für ein paar Minuten quälen und dafür fürstlich entlohnt werden und bemerkt dabei nicht, wie Außenstehende an diesem geistigen Niedergang verzweifeln. Und das Erschreckende ist: ich könnte auch von der Bundesliga gesprochen haben...