Weiterlesen: Wuascht!Es ist ja ein heißes Thema am Tivoli. Naja, eben nicht, eher ein lauwarmes oder gar eiskaltes. Das macht sie ja so heiß, die beinahe schon ewige Diskussion um die Wurst, deren Temperatur, Verfügbarkeit und die Wartedauer darauf innerhalb der Stadiontore. Aber auch außerhalb des Stadions findet man sie (siehe Bild: Graffitti von HNRX). Manchmal scheint es, darüber wird mehr diskutiert als über die sportliche Leistung, den wirtschaftliche Erfolg oder die Entwicklung des Vereins. Heiß wird´s auch in Linz, aber nicht nur die Würste auf der Gugl, sondern auch auf dem Feld. Schließlich gastiert man bei einem direkten, äußerst gut besetzten Konkurrenten um den Platz an der Sonne. Ein Wurstunternehmenswerksbesuch wäre vielleicht angenehmer. Und für die Kundenzufriedenheit am Tivoli wohl auch langfristig mindestens gleich wertvoll wie der Aufstieg.

Weiterlesen: Früher war alles... andersEs war ja früher einmal ganz einfach: du bist auf die Pfarrwiese gefahren und hast die Rapid getroffen. Nicht nur Häschen saßen in der Gruabn, sondern auch Sturm Graz. Den ASK hat man droben auf der Gugl getroffen. Und die Wiener Austria hatte nie Zuschauer, weil nicht mal die Fans wussten, welches Stadion zwischen Hoher Warte, Simmeringer Had und Ober St. Veit denn gerade das aktuelle ist. Ach, die gute alte Zeit. Jetzt kommt ein Team aufs Tivoli, das seine Heimspiele im ehemaligen Leopold-Stroh-Stadion austrägt. Mal schau‘n, wer da kommt...

Weiterlesen: Eine Säule muss herDie Tiroler hatten schon immer einen eigenen Kopf, ein eigenes Denken. Wurde man überrannt, erbaute man zunächst nicht Festungen und Mauern, sondern eine Säule. Hatte man diese errichtet und ihr eine Marienstatue aufgesetzt, nannte man sie Annasäule. Und die Vorkommnisse, die Grund für die Errichtung waren und nebenbei rund 5000 Angreifern das Leben kostete, nannte man fröhlich „Rummel“. Kein Wunder, dass 300 Jahre später das längst überrannte Tivoli für eine Festung gehalten wird, die es schon lange nicht mehr ist. Diesmal kommen allerdings nicht die Bayern, es sind erst mal die Alemannen aus Lustenau.

Weiterlesen: Oh, wie schön ist PanamaPanama ist schön. Wunderschön! Denn in Panama ist alles besser und größer und schöner als zu Hause. Finden jedenfalls Tiger und Bär und natürlich die Tigerente von Erfolgsautor Janosch. Mittlerweile finden das auch viele, viele Banknoten aus der ganzen Welt und werden dorthin geschickt, aber das ist eine ganz andere Geschichte. Auch Wacker ist auf der Suche nach Panama. Nicht, um dort Geld anzulegen, hat man ja keines. Sondern weil es dort so schön ist, und so gut riecht – es riecht nach Punkten. Vielleicht auch in Kapfenberg...

Weiterlesen: Super TuesdayEs gibt Tage, die entscheiden über deinen weiteren Weg. Es können ganz gewöhnliche Tage sein, die dir wie der Sonnenuntergang zuvor und der Sonnenaufgang danach scheinen. Sie können für dich selbst nichts besonderes darstellen. Aber für alle rund um dich herum. Wie etwa der Super Tuesday, an dem oft nicht viel passiert, der aber in der medialen Geiselhaft zwischen amerikanischen Kabelnachrichtennetzwerken und dem Murdoch‘schen FOX-Imperium zu einem Orakel ähnlich dem Delphis hochgespielt wird. Das Spiel gegen Liefering könnte auch so ein Dienstag sein. Nicht, weil es um viel geht – nur drei Punkte von insgesamt 108. Aber man könnte es als Richtungsanzeiger verstehen.

Weiterlesen: Denk ich an Neustadt in der Nacht...Es gibt wohl nicht viele, die Wiener Neustadt um den Schlaf bringt, nicht einmal die Neustädter selbst. Ihr Nachtleben scheint ähnlich zu sein wie der Ruf, der die 800 Jahre alte Stadt umgibt: bieder, unspektakulär, etwas abgenutzt. Bieder und unspektakulär, das trifft auch auf den SC zu, der sich unaufgeregt im Mittelfeld der Liga aufhält. Aber das ist die Gefahr an den Blau-Weißen, man unterschätzt sie gerne. Eher sollten sie einen um den Schlaf bringen.

Weiterlesen: Ein Fuchs, der Dax!Man muss kein begnadeter Spieler gewesen sein, um ein Team als Trainer anzuführen. Es ist auch keine Garantie für Erfolg, fragen sie etwa Sunna, das Hunderl von Toni Polster, das sich mit seinem Herrl den exzessiven Bewegungsdrang teilt. Andererseits, sieben Meistertitel, vier Cupsiege und ein Finale im Europapokal der Pokalsieger, das kann schon was. Sowas erreicht man nicht mit ASV Statzendorf, da ist schon mehr notwendig für einen gebürtigen St. Pöltner. Einen, der darauf brennt, mit seiner Heimatstadt dem FC Wacker Innsbruck die Tabellenführung zu entreißen.

Weiterlesen: No Futur(ama)Das sollen sie büßen, die Klagenfurter. Da bleibt man ständig beim Zappen an einer Serie aus der Vergangenheit hängen, beobachtet Matt Groenings Vision der Zukunft (Futurama)und freut sich, einen holprigen, aber halbwegs brauchbaren Aufhänger für das Match gegen die Kärntner gefunden zu haben – und dann entlassen die Bender! Nein, nicht Planet Express, was wären die ohne Bender (Bildmitte). Planet Austria! Das sollen sie büßen. Am besten gleich gegen Wacker Innsbruck.

Weiterlesen: Dis·zi·p·linEs stimmt. Man kann einen Vize- und kommenden Weltmeister während des Spiels am eigenen Speichel teilhaben lassen und dennoch Europameister und dreifacher Champions-League-Sieger werden. Man kann sich mit einem Kopfstoß und der 15. Roten Karte vom aktiven Sport verabschieden und dennoch ein weißes Ballett anführen. Man kann auch mit seiner linken das Mutterland des Fußballs demütigen und dennoch zur Ikone des Fußballs werden. Man kann also die Disziplin schleifen lassen und dennoch ein Held sein. Aber „man“ ist halt zumeist nicht Frank Rijkaard, Zinédine Zidane oder Diego Maradona. Sondern manchmal nur Spieler in Österreichs zweiter Liga, wie etwa die Kicker von Wacker Innsbruck und LASK Linz. Und dann braucht es Disziplin, um erfolgreich zu sein.

Weiterlesen: Die StierwascherSagen sind mehr als bloße Märchen, mehr als nur gute Unterhaltung am Lagerfeuer. Ätiologisch heißt das dann, wenn etwa erklärt wird, warum da oben auf der Nordkette auf 2270m eine so seltsame Felsformation steht. Man erzählt von der Frau Hitt, von Geiz und Selbstverliebtheit, mangelnder Empathie und fehlendem sozialen Verhalten – und zeigt damit die Werte auf, die wichtig sind für ein Überleben in der eigentlich überlebensfeindlichen Tiroler Berglandschaft. Solche Sagen sind nicht nur belehrend, sondern auch Prägend für eine soziale Gruppe. In Salzburg erzählt man gerne von den Stierwaschern. Das lässt vor dem Westderby der zum Abstieg verurteilten Austria so manche Interpretation zu...

Weiterlesen: Keine WahlSie haben die Wahl. Sie entscheiden, was die Zukunft bringt. Dabei dürfen sie aber kein X machen, das wäre die falsche Wahl. Ah, da ist er ja, der Unterschied. Während ganz Tirol am Wochenende die Wahl hat und sein X macht, wäre ein X für Wacker wohl untragbar. Da haben sie keine Wahl, die Innsbrucker. Also beide, die Fußballer und die anderen Innsbrucker, die ja auch nicht wählen dürfen. Darum können sie sich auf den Fußball konzentrieren, ganz und gar. Denn der Gegner ist kein Niemand, es wartet der FAC. Das Team, das den Tirolern schon einmal einen Punkt abgeknöpft hat, damals in Runde 11. Es war der erste für die Floridsdorfer nach 10 Niederlagen en suite - und es soll nicht der letzte bleiben für den Tabellenletzten.