stat_rbWie jedes Jahr zu Saisonende präsentiert auch heuer wieder das tivoli12 magazin einen kleinen statistischen Überblick über die vergangene Bundesligasaison. Dabei wollen wir uns zuerst mit der Liga an sich auseinandersetzen und im weiteren Verlauf mit dem FC Wacker Innsbruck.


Tore, Tore, Tore

Die Essenz des Fußballs sind die Tore. In den abgelaufenen 36 Runden fielen 595 Tore. Das macht einen Durschnitt von 3,31 Toren pro Spiel. Dabei zeigten sich vor allem die beiden Salzburger Vereine als sehr torhungrig. 178 Treffer erzielten die beiden Mannschaften, SV Grödig und FC Salzburg. Dabei kommt der Löwenanteil, nämlich 110 Tore, auf den des FC Salzburg. Die restlichen 68 Tore trug der SV Grödig bei. Dieser konnte sich auch den zweiten Platz in dieser Wertung sichern. Dahinter folgt der SK Rapid Wien mit 63 Toren. Vorletzter in dieser Wertung ist Wiener Neustadt, die nur 43-mal einen Treffer bejubeln konnte. Der FC Wacker Innsbruck holte sich auch hier den letzten Platz - mit 42 geschossenen Toren.

Doch die Vereine schossen nicht nur Tore, sondern erhielten natürlich auch welche. Ganz am Ende der Tabelle steht Wiener Neustadt. 84-mal mussten die Niederösterreicher den Ball aus den Maschen holen. Deutlich weniger dagegen erhielt SV Grödig. Die Europacupstarter erhielten nur 71 Treffer. Ein Tor weniger kassierte der FC Wacker Innsbruck. Weniger Tore, nämlich 40 erhielt der SK Rapid Wien. Doch es ging noch besser. 35 Tore in 36 Spielen sind ein klares Zeichen für eine stabile Abwehr. Und diese besitzt der FC Salzburg.

Spieler

Torschützenkönig in der Saison 2013/14 wurde Soriano vom FC Salzburg. Mit 31 Treffern sicherte er sich eindrucksvoll die Torjägerkrone vor seinem Teamkollegen Alan, der auf 26 Tore kommt. Dahinter kommen mit Terence Boyd (Rapid Wien), Rene Gartler (SV Ried) und der im Winter nach Deutschland abgewanderte Philipp Zulechner (ehemals SV Grödig) auf jeweils 15 Tore. Philipp Hosiner (Austria Wien), der letztes Jahr Treffer um Treffer erzielte, musste sich mit 14 Toren zufrieden geben. Lukas Hinterseer (FC Wacker Innsbruck) und Sadio Mane (FC Salzburg) trafen jeweils 13mal. Guido Burgstaller (Rapid Wien), Rene Schicker (Admira Wacker Mödling), Daniel Beichler und Robert Beric (Sturm Graz), Thomas Pichlmann (Wiener Neustadt) und Robert Zulj (FC Salzburg) komplettieren die Rangliste von Spielern, die zehn oder mehr Tore geschossen haben.

Elfmeter

Von den 48 verhängten Elfmetern fanden lediglich Zwölf nicht den Weg ins Tor. Die meisten Elfmeter verschoss der FC Salzburg, der drei von sechs Versuchen ungenützt ließ. Austria Wien, Rapid Wien, Admira Wacker Mödling und der FC Wacker Innsbruck verschossen zwei der fälligen Elfmeter. Sturm Graz und der SV Grödig scheiterten nur einmal vom Elfmeterpunkt. Die SV Ried, der Wolfsberger AC und Wiener Neustadt weisen eine lupenreine Statistik auf. Jeder der verhängten Elfmeter fand den Weg ins Tor.
Dabei sollte man die Möglichkeiten vom Elfmeterpunkt zu treffen, nicht außer Acht lassen. Neunmal durfte Rapid Wien sein Glück versuchen. Austria Wien bekam sieben Elfmeter zugesprochen. Dem FC Salzburg, FC Wacker Innsbruck und Admira Wacker Mödling sprach man sechs Elfmeter zu. Dahinter folgt der SV Grödig mit fünf Elfmetern. Sturm Graz (4 Elfmeter), Wolfsberger AC (3 Elfmeter) und Wiener Neustadt und SV Ried, jeweils ein Elfmeter, folgen auf den Plätzen.

Die meisten Versuche durfte Stefan Schwab von Admira Wacker Mödling ausführen. Sechsmal trat er vom Elfmeterpunkt an und verwandelte vier von seinen Versuchen. Dahinter folgen Soriano (FC Salzburg) und Lukas Hinterseer (FC Wacker Innsbruck) mit vier Versuchen. Dieter Elsneg (SV Grödig), Michael Liendl (Wolfsberger AC), Terence Boyd und Steffen Hofmann (beide Rapid Wien) traten drei Mal an. Roman Wallner (FC Wacker Innsbruck), Alan (FC Salzburg), Marko Stankovic (Austria Wien) und Guido Burgstaller (Rapid Wien) durften zwei Mal ihr Glück versuchen. Nur einmal durften Stefan Nutz , Tomi Correa (beide SV Grödig), Peter Hlinka (Wiener Neustadt), Rene Gartler (SV Ried), Marco Djuricin, Robert Beric, Nikola Vujadinovic (alle Sturm Graz), Deni Alar (Rapid Wien), Roman Kienast, Alexander Gorgon, Philipp Hosiner, Tomas Simkovic, Alexander Grünwald (alle Austria Wien) an den Elfmeterpunkt.

Lukas Hinterseer (FC Wacker Innsbruck), Dieter Elsneg (SV Grödig), Michael Liendl (Wolfsberger AC) und Steffen Hofmann (Rapid Wien) sind diejenigen, die alle ihre Versuche verwerten konnten.
Ohne einen Erfolg vom Elfmeterpunkt mussten Roman Wallner (FC Wacker Innsbruck), Philipp Hosiner, Alexander Grünwald (beide Austria Wien), Daniel Beichler (Sturm Graz) und Stefan Nutz (SV Grödig) die Bundesligasaison beenden.

FC Wacker Innsbruck

Neben Lukas Hinterseer konnten sich noch Roman Wallner (8), Stipe Vucur (4), Alexander Gründler (4), Darko Jevtic (3), Marco Kofler (2), Stjepan Vuleta (2), Daniel Schütz (2), Ji-Parana, Andreas Kuen, Christopher Wernitznig und Alexander Hauser (alle 1) in die Torschützenliste eintragen.

Eigentore

Lukas Hinterseer, Marco Kofler, Alexander Hauser, Christian Schilling und Thomas Löffler (alle FC Wacker Innsbruck), Mario Sonnleitner, Mario Pavelic, Christopher Dibon (Rapid Wien), Michael Madl, Philipp Hütter, Daniel Offenbacher (Sturm Graz), Nemanja Rnic, Gernot Suppan (Wolfsberger AC), Kaja Rogulj, Heinz Lindner (Austria Wien), Michael Berger (Wiener Neustadt), Thomas Reifeltshammer und Jan Marc Riegler (SV Ried) sind jene Spieler, die das Tor wohl verwechselt haben.

Heimbilanz

Besonders torhungrig zeigte sich der FC Salzburg daheim. 69 Tore durften die Fans daheim bejubeln. Beeindruckend, wenn man den Vergleich zum Zweiten dieser Tabelle anschaut. Der SV Grödig traf „nur“ 35-mal zuhause. Den vorletzten Platz teilen sich der FC Wacker Innsbruck, Sturm Graz und der Wolfsberger AC mit 27 Treffern. Das Schlusslicht bildet Wiener Neustadt mit 21 Toren.

Die meisten Gegentreffer zuhause musste Wiener Neustadt einstecken. 36 Gegentreffer in 36 Runden lautet am Ende das Fazit. Knapp dahinter liegt der SV Grödig, der 35-mal den Gegner jubeln zusehen durfte. Der FC Wacker Innsbruck folgt mit 33 Gegentreffern. Die wenigsten Gegentore erhielten Rapid Wien und der FC Salzburg.

Auswärtsbilanz

Auch auswärts war der FC Salzburg das Maß aller Dinge. 41 Tore sprechen für die sehr gute Offensivleistung der Salzburger. Dahinter folgt mit 33 Auswärtstoren erneut der SV Grödig. Nur fünfzehn Mal jubeln durften die mitgereisten Anhänger des FC Wacker Innsbruck.

44-mal schlug es bei einem Auswärtsspiel der Admira Wacker Mödling ein. Der Wolfsberger AC folgt erst mit 38 Gegentreffern. Doch auch die Verteidiger des FC Wacker Innsbruck schienen nicht sonderlich interessiert an einer guten Bilanz zu haben. 37-mal wurde die Abwehr überwunden und konnte Szabolcs Safar ein Gegentor nicht verhindern. Den besten Wert haben erneut zwei Vereine. Austria Wien und FC Salzburg kassierten in ihren achtzehn Auswärtspartien nur 23 Gegentore.

Halbzeiten-Bilanz

Dass zwei Halbzeiten sich nie ähneln, ist wohl selten eine hochtrabende Aussage. Dass diese Aussage richtig ist, zeigt der Blick auf die Statistik. Schossen die Vereine der Bundesliga in der ersten Halbzeit der Saison 2013/14 152 Tore, fielen in den zweiten 45 Minuten 195 Tore.
Wie es nicht anders sein sollte, war auch hier wieder der FC Salzburg an vorderster Front dabei. 27 Tore in der ersten und 35 Tore in der zweiten Halbzeit sprechen eine deutliche Sprache. Die Austria Wien war in der ersten Halbzeit die zweitbeste Mannschaft. Neunzehn Tore schossen die Veilchen.
Die zweitbeste Mannschaft in Halbzeit zwei waren die Kicker vom SV Grödig. 26 Volltreffer und damit nur einen weniger, als der FC Salzburg schafften sie.
Die wenigsten Treffer in Halbzeit eins schoss der Wolfsberger AC mit neun Toren. Sturm Graz und Wiener Neustadt ließen in der zweiten Halbzeit aus und schafften nur 13 Tore.

Der FC Wacker Innsbruck schoss in der ersten Halbzeit elf Tore und in der zweiten Halbzeit kam man auf fünfzehn Tore.

Punkte, Punkte, Punkte

80 Punkte stehen am Ende der Saison für den neuen Meister FC Salzburg zu Buche. Damit distanzierte man die Konkurrenz ganz klar. Achtzehn Punkte Vorsprung hatte man schlussendlich auf den zweiten Platz, den der SK Rapid belegt. Das Schlusslicht bildeten die beiden wackeren Teams. Admira Wacker Mödling kam auf 37 Punkte und der FC Wacker Innsbruck gar nur auf 29 Punkte. Insgesamt wurden 486 Punkte vergeben. Dabei gab es 131 Siege und 49 Unentschieden für die Besucher der verschiedensten Spiele zu bewundern.

Dabei waren die Partien des FC Wacker Innsbruck und derAustria Wien jene, bei dem die Wahrscheinlichkeit eines Unentschieden sehr hoch stand. Vierzehn Punkteteilungen gab es bei den Partien der beiden Vereine. Die wenigsten Unentschieden holte der Wolfsberger AC mit acht und der FC Salzburg mit fünf Unentschieden.

Besonders kurios erscheint die Tatsache, dass der FC Wacker Innsbruck (5 Siege), Admira Wacker Mödling (11) und Wiener Neustadt (10) nur einen Sieg mehr zusammen feiern durften, als der FC Salzburg, mit 25 Siegen.

Heimbilanz

Besonders heimstark waren in der Saison 2013/14 der FC Salzburg, Rapid Wien und Admira Wacker Mödling. Der FC Salzburg kam auf vierzehn Siege, drei Unentschieden und eine Niederlage. Damit holte man 45 Punkte. Sieben Punkte weniger holte zuhause der SK Rapid Wien. Bei elf Siegen und fünf Unentschieden, musste man sich zweimal geschlagen geben. Die Ausbeute von 38 Punkten ist dennoch sehr gut. Auf Platz drei folgt Admira Wacker Mödling. Dreißig Punkte bei neun Siegen, drei Unentschieden und sechs Niederlagen sind ein sehr guter Wert.

Auswärtsbilanz

Auswärts extrem stark zeigten sich beide Vereine aus Salzburg und einer aus der Steiermark. 35 Punkte holte der FC Salzburg mit elf Siegen, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen. Sieben Punkte dahinter platziert sich der SV Grödig auf Platz zwei. 28 Punkte durch acht Siege, vier Unentschieden und sechs Niederlagen konnten die Grödiger sammeln. Das Spitzentrio komplementiert Sturm Graz mit 26 Punkten. Die Bilanz mit sieben Siegen, fünf Unentschieden und sechs Niederlagen ist dennoch ausbaufähig.

Letzter hingegen wurden der FC Wacker Innsbruck und Admira Wacker Mödling. Zwölf Punkte in 18 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Zwei Siege, sechs Unentschieden und zehn Niederlagen haben beide Vereine zu Buche stehen. Einzig die bessere Tordifferenz spricht für den FC Wacker Innsbruck. Weisen die Innsbrucker ein negatives Torverhältnis von -22 auf, so haben die Spieler der Admira Wacker Mödling die „schöne“ Zahl -23 im Torverhältnis stehen.


Im zweiten Teil unseres statistischen Rückblicks zeigen wir gegen welche Gegner der FC Wacker Innsbruck besonders gut oder schlecht abgeschnitten hat, widmen uns den "Bad Boys" der Liga und werfen einen Blick auf die Zuschauerentwicklung.

 

 

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Alexander Riedling Alexander Riedling

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