b_350_1200_16777215_00_images_201516_Haxn_sta_herbst15_16_1.jpgZu Beginn des neuen Jahres blickt das tivoli12 magazin auf die Herbstsaison der Kampfmannschaft des FC Wacker Innsbruck zurück. "Herbstmeistertitel" und "Winterkönig" fühlen sich gut an, doch wie hat die Mannschaft das erreicht? Ein Blick in die Statistik zeigt es.

 


Kartenspiele

Natürlich besteht der Fußball auch aus Karten der unterschiedlichsten Schattierungen. In den 19 Runden wurden von den zehn Klubs derer 487 Karten gesammelt. Spitzenreiter in dieser Kategorie ist der LASK mit sechzig erhaltenen Karten. Platz zwei nimmt Austria Salzburg mit 57 Karten ein. Schlusslicht ist der FC Wacker Innsbruck mit 37 Karten. Hochgerechnet hat der LASK damit pro Spiel 3,1 Karten von den Schiedsrichtern zu Gesicht bekommen.

In Sachen „Rote Karten" legt jedoch der FC Liefering deutlich vor. Vier Ausschlüsse gab es in den bisherigen 19 Partien. 2 Ausschlüsse hatten der LASK, Klagenfurt, Austria Salzburg zu verzeichnen. Einen Ausschluss der FC Wacker Innsbruck, Lustenau, Wiener Neustadt und Kapfenberg. Hingegen ohne Ausschluss blieben der FAC und St. Pölten.

In Sachen „Gelb-Roter Karten" gibt es mehrere Gewinner. Liefering, LASK und Kapfenberg teilen sich mit zwei Gelb-Roten den ersten Platz. St. Pölten, Austria Salzburg und Lustenau traten einmal in Erscheinung. Wiener Neustadt, FAC, Klagenfurt und der FC Wacker Innsbruck blieben in dieser Statistik nur „Zuschauer".

In Sachen „Gelber Karten" ergibt sich auch ein deutliches Bild. Zwei Mannschaften konnten unter vierzig gelbe Karten bleiben. Der FC Wacker Innsbruck mit 36 und Lustenau mit 38 Karten. Unter fünfzig Karten blieb der FAC (44) und Kapfenberg, Liefering, St. Pölten, die jeweils 46 gelbe Karten erhielten. Wiener Neustadt ist auch noch in diesem Segment vertreten mit 47 Karten. Über fünfzig Karten erhielt Klagenfurt (51) und Austria Salzburg (54), Spitzenreiter ist aber der LASK mit 56 gelben Karten. Hochgerechnet hat der LASK also 2,947 gelbe Karten pro Spiel erhalten.

Einsätze

Nicht nur Christoph Nicht (Kapfenberg) hat alle 1710 Minuten in den 19 Runden des Herbstes absolviert, auch seine Torhüterkollegen Pavao Pervan (LASK), Christoph Riegler (St. Pölten), Christopher Knett (Lustenau) und Filip Dmitrovic (Klagenfurt) standen alle möglichen Einsatzminuten auf dem Rasen. Einzig und allein Christoph Stückler konnte als einziger Feldspieler die oben angeführten Minuten erreichen.

Insgesamt 227 Spieler, also 22,7 pro Verein, kamen in den 19 Runden zum Einsatz. Diesen Wert zu erreichen, unterstützte auch der FC Wacker Innsbruck. Wenn auch nicht freiwillig. Von dem 26 Mann-Kader, immer wieder aufgestockt durch Amateure,  kamen im Verlauf der Saison 23 zum Einsatz. Lukas Wedl, Sabahudin Kolakovic und Samuel Krismer durften nur auf der Ersatzbank Platz nehmen. Der Rest des Kaders durfte einige Minuten Ligaluft schnuppern. Die wenigsten Minuten erreichte Simon Pirkl. Um ganz genau zu sein: sechs Minuten stand er am Platz. Knapp davor ist Michael Augustin, der 23 Minuten erreichte. Generell kann man sagen, dass die Einsatzminuten ziemlich breit verteilt sind. Nur sieben Spieler kamen auf mehr als 1.000 Spielminuten. Von diesen sieben Spielern (Siller, Hölzl, Hamzic, Lercher, Freitag, Pichlmann, Riemann, Jamnig und Gründler) konnte mit 1608 Spieminuten Andreas Hölzl die meisten ergattern. Acht Minuten weniger am Platz war Sebastian Siller. Ganz knapp nicht in den „elitären Kreis der 1.000er" schafften es Pascal Grünwald und Christian Deutschmann mit 990 Minuten. Sollte sich jemand für die durchschnittliche Einsatzdauer eines Spielers interessieren. 816,9 Minuten stand ein Spieler des FC Wacker Innsbruck durchschnittlich am Platz.

Erwähnenswert sind sicherlich die 33 Spieler, die bisher für den FC Liefering aufgelaufen sind. Ein Spieler durfte sich also nur 1,8 Spiele lang präsentieren, bevor er wieder ausgetauscht wurde. Zumindest, könnte man anmerken, hatte man damit Erfolg. Der FAC versuchte wohl dieselbe Methode, wobei die 26 eingesetzten Spieler, von insgesamt 27 Spielern am Spielbericht, nicht überzeugen konnten. Die wenigsten Spieler haben Kapfenberg und Lustenau eingesetzt. Beide Vereine vertrauten auf 21 Spieler, die zum Einsatz kamen. Bei Kapfenberg bedeutet dies, dass acht Spieler ohne Einsatz auf der Ersatzbank Platz genommen haben. Während bei Lustenau nur fünf Spieler ohne Einsatz auf der Ersatzbank zusehen mussten.

Doch nicht nur Einsatzzeiten sind spannend, auch die Ballkontakte sprechen eine durchaus interessante Sprache. In dieser Wertung konnte erneut, nach der Einsatzzeit, Andreas Hölzl auftrumpfen. 1292 Ballkontakte konnte Hölzl in seinen 1608 Einsatzminuten verzeichnen. Auf den Plätzen folgen ligaweit Reinhold Ranftl (LASK) mit 1291, Andreas Bauer (FAC) mit 1243, Thomas Burghuber (Austria Salzburg) mit 1226 und Michael Ambichl (St. Pölten) mit 1213 Ballkontakten.
Die wenigsten Ballkontakte innerhalb der eingesetzten FC Wacker Innsbruck Spieler hatte naturgemäß Simon Pirkl.

Die beste Passquote mit 83,33% konnte Michael Augustin erzielen. Danijel Micic folgt auf Platz zwei mit 82,50%. Dominik Popp kommt auf Platz drei mit 81,72%. In den Top vier vertreten ist noch Christoph Freitag von dem 78,69% der Pässe seinen Mitspieler finden. Die schlechtesten Werte haben einerseits Julian Weiskopf mit 47,54% und Alexander Riemann mit 57,01%

Zuschauerzahlen

Wurde im Vorfeld der Saison noch von neuen Rekordzahlen geträumt, so ergibt sich zumindest am Ende der Herbstsaison doch ein weitaus ernüchtenderes Bild. Aktuell verzeichnet die Liga 1.954 Zuschauer im Schnitt. Die Saison 2014/15 hatte durchschnittlich 1.969 Zuschauer zu vermelden.
Kommen wir dennoch zur positiven Betrachtungsweise: Absoluter Spitzenreiter in der Gunst der Zuschauer ist der FC Wacker Innsbruck. 4.236 Zuschauer kamen zu den Heimspielen ins Stadion und ermöglichten so ein aktuelles Plus von sieben Prozent beim Zuschauerschnitt im Vergleich zum letzten Jahr. Auf Platz zwei folgt der LASK mit 3.902 Zuschauern im Schnitt, wobei der LASK bisher nur neun Spiele hatte und somit ein Spiel weniger, als der FC Wacker Innsbruck. Für den LASK bedeutet dies jedoch ein Plus von 47,1%. Platz drei erringt Austria Lustenau mit 2.543 Zuschauern. Platz vier geht an St. Pölten mit durchschnittlich 2.162 Zuschauern. Auf Platz sieben ist der FC Liefering zu finden, der auf einen Zuschauerschnitt von 1.098 kommt und damit ein Plus von 136,1% verzeichnen kann. Das Schlusslicht bilden der FAC mit 904 Zuschauern und Kapfenberg mit 774 Zuschauern im Schnitt. Dass Kapfenberg mit diesen Zuschauerzahlen sogar ein Plus von 23,4% erreicht, sei nur eine Randbemerkung. Die Spannweite bei Spielen des FC Wacker Innsbruck liegt bei 7.368 Zuschauern und 2.528 gegen den SV Kapfenberg in der 19. Runde.

 

Dass die Erste Liga auch Publikum anzog, so man genug Platz hatte, zeigen die Auswärtsspiele von Austria Salzburg. Gegen den FC Liefering konnte man vor 7.071 Zuschauern antreten, gegen den LASK waren es dann sogar 8.799 Zuschauer. Das einzig wahre Westderby lockte auch noch 7.368 Zuschauer an. Doch nicht nur derart positive Zuschauerzahlen gab es zu verkünden. Auch einige schlechte Zahlen gab es zu verkraften. Als Beispiel sei hier die 16. Runde zwischen Liefering und Kapfenberg angemerkt, als sich 292 Besucher ins Stadion verirrten. Mehr Zuschauer konnte das Spiel Klagenfurt gegen Liefering in der 19. Runde anlocken. 421 Zuschauer zählte man im Wörthersee Stadion. Doch den absoluten Tiefpunkt setzte sicherlich das erste Westderby, ausgetragen in Schwanenstadt, das mit null Zuschauern über die Bühne gehen musste.

Hinweis / Autor

Dieser Text stellt geistiges Eigentum des tivoli12 magazins dar und ist somit urheberrechtlich geschützt. Um den Text, oder Teile davon nutzen zu können, setzen Sie sich bitte mit dem tivoli12 magazin in Verbindung.

Alexander Riedling Alexander Riedling

Artikel bisher gesamt: 109