b_350_1200_16777215_00_images_201516_Haxn_statistik.jpgIm 2. Teil unserer statistischen Aufarbeitung der vergangenen Saison widmen wir uns den Kartensammlern der Liga. Wir werfen einen genauen Blick auf die Einsatzstatistk der Spieler in Schwarz-Grün und schauen uns die Zahlen des Österreicher-Topfs an und stellen fest, dass der FC Wacker Innsbruck die meisten Zuschauer ins Stadion lockte.



Bad Boys

 

Kommen wir zu einer Statistik, die pure Brutalität symbolisiert. Die Verteilung der Karten.
Von Fairness hielten die Spieler von Austria Salzburg nichts und wurden mit 100 Karten bedacht, dabei kam man auf 96 gelbe, 1 gelb-rote und 3 Rote. Doch irgendwie hatten die Spieler von Austria Klagenfurt wohl das Gefühl es ihren „Klubvettern“ gleichtun zu müssen und holten sich auch 100 Karten ab. Die Verteilung lautet: 94 gelbe, 1 gelb-rote und 5 rote Karten. Auf Platz drei landete der LASK mit 91 Karten (86-2-3), dann folgt Wiener Neustadt mit 86 (81-2-3) und danach folgen der FC Liefering und der FC Wacker Innsbruck ex aequo auf Platz sechs. Während die Lieferinger 70-3-4 zu verzeichnen haben, lautet beim FC Wacker Innsrbuck die Bilanz: 74-2-1. Anschließend folgt der Kapfenberger SV mit 76 (72-2-2), St. Pölten mit 72 (68-2-2) und der FAC mit 71 (66-3-2). Absolute Gentlemen in Sachen Karten sind die Spieler von Austria Lustenau. 47 Karten wurden an die Spieler verteilt, wobei 42 gelb, 2 gelb-rot und 3 rot waren.

Einzelstatistik

Wie aus der obigen Auflistung abzulesen ist, wurden 23 rote Karten verteilt. Der FC Wacker Innsbruck war hier mit Sebastian Siller einmal beteiligt. Zweimal mit glatt rot wurde übrigens Mirnes Becirovic (Klagenfurt) vom Felde geschickt. 21 Gelb-Rote wurden verteilt, wobei hier Sebastian Siller zweimal zuschlug und somit für alle zwei „Rot-Statistiken“ zuständig war. 845 gelbe Karten wurde in der abgelaufenen Saison verteilt, wobei Ernst Öbster (Austria Salzburg) mit 12 Verwarnungen der fleißigste Sammler war. Doch Andreas Hölzl (FC Wacker Innsbruck) und Christian Ramsebner (LASK) waren auch nicht untätig und holten sich den gelben Karton elf Mal ab. Noch in den „Top Ten“ vertreten sind Christoph Freitag (FC Wacker Innsbruck), Andreas Dober (St. Pölten) und Bernd Kager (Klagenfurt).
Hinter Andreas Hölzl (11) und Christoph Freitag (10) platzierte sich Christian Deutschmann mit sieben gelben Karten. Michael Lercher (6), Jürgen Säumel, Thomas Pichlmann und Alexander Hauser (5) folgen noch vor Armin Hamzic (4), Alexander Gründler (3). Pascal Grünwald, Rene Renner, Rami Tekir und Daniel Rosenbichler wurden zweimal verwarnt. Mit einer gelben Karte kamen Henrik Ojamaa, Alexander Riemann, Thomas Hirschhofer, Florian Jamnig, Christoph Kobleder und Marco Hesina aus.

Einsatzzeiten

Bei den Einsatzzeiten können wir uns zwei Bereiche ansehen, die im Folgenden dargestellt werden; einerseits die reinen Einsatzminuten und anderseits den Österreicher-Topf.

Einsatzminuten

Als Erstes wollen wir uns anschauen, wer aller die magische Grenze von 3.240 Einsatzminuten (alle Spiele über 90 Minuten) erreicht hat und dazu kann man nur zwei Spielern gratulieren. Einerseits Christoph Riegler von St. Pölten und Christoph Stückler von Austria Lustenau. Die restlichen Vereine stellten keinen Spieler. Zumindest Spitzenreiter in ihrem Verein waren Sargon Duran mit 3101 Minuten (Wiener Neustadt), Pavao Pervan mit 3150 Minuten (LASK), Manfred Gollner mit 3150 Minuten (Kapfenberg), Da Silva mit 2299 Minuten (Liefering), Andreas Hölzl mit 2699 Minuten (FC Wacker Innsbruck), Filip Dimitrovic mit 2880 Minuten (Klagenfurt), Andreas Bauer mit 2863 Minuten (FAC) und Ernst Öbster mit 2720 Minuten (Austria Salzburg).

Dass der FC Wacker Innsbruck von Verletzungen gebeutelt wurde und sehr instabil war, zeigt sich an den Einsatzminuten. Einzig und allein Andreas Hölzl schaffte es von insgesamt 3.240 möglichen Minuten 2.700 zu absolvieren. Dahinter folgen mit Thomas Pichlmann und Michael Lercher zwei Spieler, die noch über die 2.600er Marke kommen. Zwischen 2.600 und 2.000 Einsatzminuten haben Christian Deutschmann, Pascal Grünwald, Sebastian Siller, Armin Hamzic, Christoph Freitag und Florian Jamnig absolviert. Im Bereich von 1.999 und 1.000 Minuten liegen Alexander Riemann, Alexander Gründler, Jürgen Säumel, Alexander Hauser und Julian Weiskopf. Zwischen 999 und einer Minute sind Lukas Wedl, Dominik Popp, Christoph Kobleder, Kevin Nitzlnader, Daniel Rosenbichler, Michael Augustin, Danijel Micic, Rene Renner, Rami Tekir, Simon Pirkl, Hernik Ojamaa, Thomas Hirschhofer und Marco Hesina zu finden.
Pascal Gredler und Sabahudin Kolakovic schafften es nur auf die Ersatzbank und blieben vom nominierten Kader ohne Einsatz.

Österreicher-Topf

Sehr viele Österreicher durfte man in dieser Saison am Tivoli auflaufen sehen und die Legionäre musste man mit der Lupe suchen. Ob dies eine gute oder schlechte Entwicklung ist, das muss jeder selbst entscheiden. Doch, wie schaut die Verteilung der Einsatzminuten genau aus?
Absoluter Spitzenreiter in Sachen „Einsatzminuten für Österreicher“ war Wiener Neustadt mit 98% bzw. 34.9774 Minuten. Dahinter folgt der FC Wacker Innsbruck, der lange Zeit zeigen konnte, dass man nicht unbedingt Legionäre braucht, um erfolgreichen Fußball zu spielen. 92% der absolvierten Einsatzminuten wurden von Österreichern durchgeführt. Auf Platz drei mit einem deutlichen Abstand folgt der FAC, der 84% der gesamten Einsatzminuten Österreicher auf dem Feld stehen hatte. Der LASK wartet mit 83% auf. Auf Platz fünf gemeinsam mit dem Kapfenberger SV und Austria Salzburg ist St. Pölten mit 78% vertreten. Austria Lustenau belegt den achten Platz mit 77% und Austria Klagenfurt mit 76% kommt an vorletzter Stelle. Der FC Liefering trägt mit 35% an Einsatzminuten durch Österreicher nicht sehr viel bei. Damit wurden insgesamt 277.249 Minuten von Österreichern absolviert, was einen Prozentsatz von 77,8% macht.

Zuschauerzahlen

Insgesamt durften die Kassiere in der Saison 2015/16 324.928 Zuschauer begrüßen, was einen Schnitt von 1.805 Zuschauern pro Partie ergibt. Den größten Zuschauerandrang hatte der FC Wacker Innsbruck, der insgesamt 67.637 bzw. 3.758 Zuschauer pro Partie begrüßen durfte. Das am besten besuchte Spiel war dabei jenes am 2. November gegen Austria Salzburg mit knapp über 7.000 Zuschauern. Dennoch gab es einen leichten Zuschauerrückgang von 2,5% gegenüber der letzten Saison. Auf Platz zwei folgt der LASK mit insgesamt 62.158 bzw. 3.453 Zuschauern im Schnitt. Platz drei nimmt erstmals St. Pölten ein. Mit 49.729 bzw. 2.763 Zuschauern bleibt man knapp vor Austria Lustenau, die einen Schnitt von 2.686 Zuschauern verzeichnen konnten. Über die „magische 1.000er“ Grenze hat es nur mehr Austria Salzburg geschafft, mit 1.171 Zuschauern pro Spiel. Das Schlusslicht bilden der Kapfenberger SV und der FC Liefering. Kurioserweise konnten beide Vereine ein starkes Plus verzeichnen. Beim Kapfenberger SV kamen 761 Zuschauer im Schnitt, das macht ein Plus von 21,4% gegenüber dem Vorjahr. Beim FC Liefering fällt das Plus mit 54,2% noch deutlicher aus, dennoch kommt man auf 717 Besucher im Schnitt.

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Alexander Riedling Alexander Riedling

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