testAm Sonntag kommt also wieder einmal, nach langen Jahren der Trennung, ein alter Bekannter (146 Begegnungen) aufs Tivoli. Die Admira aus der Südstadt wird ab 14:30 Erinnerungen an alte Zeiten wieder aufleben lassen. Werbung für den Fußball - das war 2006 bei dem legendären 1:1 Unentschieden zwischen den beiden Teams im Vorfeld kommuniziert worden.

 

Werbung? Ja aber für den Figh-Club!

Damals ging es um viel, Wacker konnte sich mit einem Punkt aus dem Abstiegskampf verabschieden. Nino Bule brachte die Südstädter in der 37. Minute in Führung und lange schaute es danach aus, dass die Gastgeber diese für sie so wichtigen drei Punkte würden einfahren können. In der 93. Minute kam jedoch Hannes Eder nach einem Gestocher im Strafraum an den Ball und erzielte den Ausgleich. Abgesehen davon, dass der Eder Hannes für Leibchen ausziehen mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde, begann nun erst das Bemerkenswerte dieser legendären Partie:
Bei den Admiranern brachen alle Dämme: Wacker Spieler wurden getreten, geschlagen und verletzt, Betreuer attackiert und so weiter. Das alles kann man im Video (ab Minute 5:05) noch einmal sehen.

Auch heuer wird es sicher eine heiße Partie, sicherlich nicht mit so einem Ende wie damals, aber heiß auf alle Fälle. Denn die Niederösterreicher liegen mit zwei Punkten Abstand direkt hinter den Innsbruckern und könnten mit einem Sieg ein wenig Abstand zur Abstiegszone gewinnen. Für den FCW wird diese Partie ebenfalls ein Sechs Punkte Spiel, mit einem Sieg würde man den Anschluss an das obere Play Off nicht verlieren, mit einer Niederlage würde das Abstiegsgespenst schon ab und an im Tivoli vorbeischauen.

Eine enge Geschichte

Im bisherigen Saisonverlauf bekleckerten sich beide Teams defensiv nicht unbedingt mit Ruhm: 14 Gegentreffer stehen ex aequo zu Buche. Nur die Matterburger mussten öfter zum Mittelkreis (19). Was aber eindeutig für die Innsbrucker spricht ist die mehr als doppelt so hohe Torausbeute von 9:4.
Wobei geht man nach historischen Statistiken, so trägt der Favorit am Sonntag schwarz-grün: 68 Spiele gewonnen, 36 Remis und nur 40 mal verloren bei einer Tordifferenz von 243:183. So endeten die 146 Begegnungen der Vergangenheit.

Ausgeglichen

Früher durften die Wackerianer über die Leere Südstadt spotten (Ausser beim Fight-Club Spiel, bei dem es freien Eintritt gab). Heute sieht die Situation ein wenig anders aus. Immer weniger verirren sich ins Tivoli, womit es für den zehnmaligen Österreichischen Meister bei den heurigen Zuschauerstatistiken wenig Anlass zur Freude gibt: Nur 4.589 Fans kamen bisher pro Spiel. Die Admira konnte im Gegenzug dazu mit gegenüber früher fulminanten Zahlen aufwarten: 3.350 Fans feuerten ihr Team im Durchschnitt bisher bei Heimspielen an, das ist eine Steigerung von 45% gegenüber dem Vorjahr. Während die Admira mit ihren Zahlen gegenüber 2006 auf den ersten Blick in etwa gleich geblieben ist (3.615 inkl. der Freispielaktionen), muss der FCW gegenüber damals doch deutliche Einbußen in Kauf nehmen, denn 2005/06 drehten sich die Drehkreuze am Tivoli durchschnittlich 6.172 mal pro Heimspiel.

Große Namen

Die Zeit der großen Namen ist bei der Admira vorbei. Waren 2006 Mandl, Knaller, Fürthaler, Bjelica, Panis, Wimmer, Bule, Hoffer, Landerl und viele andere „Kapazunder“ unter Vertrag, so ist heute das Kollektiv im Mittelpunkt. Nur eine Name sticht ein wenig heraus: der Ex-Innsbrucker Marco Sahanek. Genau der Sahanek, der gegen seinen Ex-Club bisher wie oft punkten konnte? Genau...........

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Michael Fritz Michael Fritz

Wollte nie viel schreiben, wie man sich täuschen kann.....

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