b_350_1200_16777215_00_images_201920_Haxn_haxn_12_19.jpgLang ist es her, dass die Wikinger auszogen, um Europa das Fürchten zu lehren. Bröndby (2001) wurde heimgesucht, auf den alten Waräger Routen Tiflis und Tiraspol vernichtet. Sogar zum zweitstärksten Völkchen der Bundesliga reichte es.

 

Der alte Glanz

Doch vom alten Glanz ist wenig über. Wie auch beim FC Wacker Innsbruck. Die beiden Vereine mit den selben Schildfarben Schwarz und Grün hängen fast in einer Zeitschleife. Beide finden sich nach glorreicheren Zeiten in der 2. Liga wieder. Beide hatten immer den Anspruch oben, sprich in der Bundesliga mitzuspielen. Bei den einen reicht dazu aber das Geld nicht, bei den anderen der sportliche Erfolg.

Traum und Wirklichkeit

Seit dem Abstieg 2017 versuchen die Innviertler mit teils, im e-sport würde man sagen, overpowernden Mannschaften, den Erfolg zu erzwingen. Mit mässigem Erfolg. So wie einstmals Ubbas und Ivars des Knochenlosen große Nordmannenarmee gegen König Alfred von Wessex, als ein kleines Heer von Großteils Bauern gegen die Kriegsprofis aus dem Norden bestehen konnte. So ähnlich geht es Ried Saison für Saison. Immer der große Aufstiegsfavorit, aber schlussendlich reichte es nur für die Plätze Vier und Zwei.
Von einer wikingschen Effektivität keine Spur. Aktuell stehen die Innviertler wieder am zweiten Tabellenplatz, sieben Punkte vor dem FCW und zwei Punkte hinter Leader Klagenfurt.

Schildwall

Ob der wackere Schildwall gegen die anstürmenden Wickinger halten wird? Jefte, Grüll und Takougnadi haben in den bisherigen Runden zusammen zehn mal getroffen, dem gegenüber stehen Gründler mit zwei und Wallner mit drei Treffern. Im Zentrum des Schildwalls wird aber diese Runde wieder Stefan Meusburger stehen können, dessen Strafe auf 2 Spiele herabgesetzt wurde. Somit dürfte auch wieder mehr Stabilität einkehren. Bei den Assistgebern finden sich bei den Innviertlern mit den genannten Jefte(12.) und Grüll (1.) gleich zwei unter den Top 30. Die wackeren Recken finden sich erst weit dahinter mit je einem Assist.

Daheim ist für andere Auswärts

Wie es sich für Wikinger gehört, kämpfen sie auswärts am stärksten. Die Rieder sind das zweitstärkste Auswärtsteam, während Innsbruck das zweitstärkste Heimteam der Liga ist. Doch die Mauern der Festung Tivoli haben bei den letzten Scharmützeln ordentlich gelitten. Auch wenn der Unparteiische jeweils auch daran beteiligt war, konnte man Kapfenberg und Lafnitz nicht überrennen. Geht man vom Saisonschnitt aus, so werden 2.175 Zuschauer im Stadion sein, nur Ried und der GAK konnten bisher mehr Zuschauer begrüßen.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Raubfahrt der Rieder uneblohnt bleibt und die wackeren Recken die drei Punkte im Tivoli verteidigen können.

Hinweis / Autor

Dieser Text stellt geistiges Eigentum des tivoli12 magazins dar und ist somit urheberrechtlich geschützt. Um den Text, oder Teile davon nutzen zu können, setzen Sie sich bitte mit dem tivoli12 magazin in Verbindung.

Michael Fritz Michael Fritz

Wollte nie viel schreiben, wie man sich täuschen kann.....

Artikel bisher gesamt: 457