b_350_1200_16777215_00_images_201920_Haxn_gackern.jpgHeute widmen wir uns dem häufigsten Haustier des Menschen weltweit. Das Huhn! 20 Milliarden der fasanenartigen Gattung tummeln sich auf der Erde.

Scharren am fremden Misthaufen

Und wer einmal die Muse hatte, Hühner bei ihrem täglichen Verhalten zu beobachten (und man verzeihe mir den Beisatz: es ist wirklich empfehlenswert), der erkennt schnell: der schönste Untergrund ist der Misthaufen, denn dort finden sich leckersten Würmer. Der GAK ist auch so ein Hennenvolk. Schon lange wird in Graz gezüchtet und teilweise war man in der Vergangenheit nicht so erfolglos. Doch dann kamen die mageren Jahre und schliesslich musste der Stall im Jahr 2012 dann doch geschlossen werden, nachdem zum vierten Mal ein Konkursantrag eingebracht wurde. In den Ställen wurde es leise, kein ga(c)kern mehr. Doch man stand wieder auf, gac(kerte) nun unter dem Namen GAC. Kurz darauf kehrte man zum Namen GAK mit dem beigefügten 1902 zurück. Die Hoffnungen waren groß mit den Hühnern einige Preise in der laufenden Meisterschaft einfahren zu können und doch eine Rolle um den Meistertitel mitzuspielen. Doch da hatte man sich ordentlich getäuscht und aus dem Geheimfavoriten für den Aufstieg wurde eher ein Abstiegskandidat.

Doch zurück zum Misthaufen: Normalerweise befindet sich dieser in Graz Liebenau. Aufgrund der Corona Krise entschieden sich die dortigen Hähne aber dazu ins Solarstadion Gleisdorf auszuweichen. Damit nicht alle Körnderln von den Infrastrukturkosten aufgefressen werden.

Allein ga(c)k(ern macht nicht glücklich

Aber damit kommen wir zum Thema das uns alle nun seit Monaten begleitet. Zuerst gabs gar keinen Fussball, nun sterilen Fussball könnte man fast sagen, denn ohne Zuschauer ist es einfach nicht das Wahre. Wenn bei fast jedem Nachwuchsspiel mehr Stimmung auf den Rängen vorherrschte, dann sagt das schon viel. Es ist ernüchternd und macht traurig. Es ist fast so, wie wenn eine Henne alleine über ihren Haufen stolziert, ab und an mal einen Wurm peckt um dann wieder in Lethargie zu verfallen. Es ist an sich ein trauriger Anblick. Bleibt zu hoffen, dass die schwarz-grünen Junghennen den ga(c)k(ernden) Artgenossen mit einer Leistung, wie in den letzten Runden, einige Eier ins Nest legen und damit ihre Fans für die Tristesse am Bildschirm entschädigen.

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Michael Fritz Michael Fritz

Wollte nie viel schreiben, wie man sich täuschen kann.....

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