b_350_1200_16777215_00_images_202122_Haxn_sta_cup2.jpgDie wichtigste Mahlzeit des Tages, wird einem als Kind erklärt, ist das Frühstück. Es gibt Kraft für alle kommenden Aufgaben. An einem Wochentag, der abends noch ein unangenehmes Cup-Spiel bringt, sollte man solche Lebensweisheiten nicht bezweifeln, denn es wird genügend Kraft brauchen, um gegen Amstetten zu bestehen. Drum, Stück für Stück, ein paar Zahlen zum Frühstück – ich wünsche guten Appetit!

 

So sieht man sich wieder, Teil 1

Amstetten also, schon wieder. Ein Gegner, dem man in dieser Saison dreimal begegnen wird. Knapp drei Wochen ist es her, da stand man den Mostviertlern das letzte Mal gegenüber, ein knappes 1:0 wurde vor eigenem Publikum erreicht. Okan Aydin nach Vorarbeit von Ronivaldo, schon in der dritten Minute. Es folgte ein Lattenschuss, es folgten vergebene Chancen, die Führung noch vor der Pause auszubauen. Und dann das unangenehme lange Zittern bis zum Ende, als Florian Kopp noch in der 90. Minute den Ball von der Linie kratzte und den Sieg rettete. Eine überlegene erste Halbzeit, gesamt aber nur 53% Ballbesitz, die in 10 Schüssen mit einem einzigen auf das Tor endeten. Die Niederösterreicher lagen mit 8/1 Schüssen fast gleichauf, liefen kein einziges Mal ins Abseits, erarbeiteten sich mehr Eckbälle (6/4) und mussten sich gegen Innsbruck mit nur 6 Fouls behelfen. Dabei wurde aber jeder zweite Regelverstoß mit einer gelben Karte geahndet, in der Nachspielzeit Thomas Mayer sogar noch mit Rot vom Platz gestellt – zwei Drittel aller Fouls mit Karten bestraft, das hätte umgelegt auf den Innsbrucker auftritt für sechs Verwarnungen und zwei Ausschlüsse gereicht, in Realität sahen nur Martic und Viteritti Gelb. Spielleiter Alain Sadikovski mochte es etwas bunt. Schiedsrichterentscheidungen prägten auch das vorletzte Aufeinandertreffen der beiden Teams. Das 1:0 für Wacker – ein Elfmeter, Fridrikas trifft im Nachschuss. Der Ausgleich – ein Elfmeter, Peham verwandelt rechts unten. Dazu noch Gelb für Grubeck, Verwüster, Deinhofer auf der einen, Hupfauf, Fridrikas, Joppich, Kopp und Wallner auf der anderen Seite. Deinhofer und Hupfauf hatten mit einer Verwarnung nicht genug, holten sich eine zweite ab und wurden vom Platz gestellt. Dort begegneten sie einem weiteren Sanktionierten, auch Joachim Standfest sah als Trainer Gelb. Schiedsrichter damals: erneut Alain Sadikovski. Sadikovski leitete im vergangenen Jahr auch die Cup-Partie der Schwarz-Grünen in Niederösterreich, beim 3:1 gegen Schrems griff er nur zweimal in 90 Minuten zum Karton, die Innsbrucker blieben völlig verschont.

So sieht man sich wieder, Teil 2

Am Abend wird Alexander Hakam die Pfeife bedienen, nicht zum ersten Mal bei einem Spiel der Innsbrucker. Zweimal dirigierte er FCW II in Liga Zwa, je 14mal die Kampfmannschaft in der Bundesliga und der zweithöchsten Spielklasse, auch zwei wackere Cup-Partien stehen schon auf seinem Konto. 78mal zückte er dabei den Karton, um ihn einem Innsbrucker Spieler zukommen zu lassen, zwei Gelb-Rote und fünf Rote gab es obendrauf. Auch Amstetten hatte bereits siebenmal das Vergnügen, mit Herrn Hakam am Platz stehen zu dürfen, 12 Verwarnungen und zwei Ausschlüsse nach Doppelbuchung waren die Folge. Eine der wohl spannendsten Cup-Partien der Niederösterreicher befindet sich auch darunter, am 23. September vor sechs Jahren brachte man Rapid Wien ordentlich ins Wanken, nach 120 Minuten stand es 1:1, 10 Hütteldorfer konnten sich erst im Elfer-Schießen gegen die Mostviertler durchsetzen. Bereits ein Jahr zuvor mussten die Grün-Weißen gegen Amstetten in die Nachspielzeit, im Jahr danach traf es den LASK mit einer Fleißaufgabe über 120 Minuten, nachdem Amstetten einen 1:3-Rückstand egalisiert hatte. Die letzte Partie der Innsbrucker in Amstetten hätte ebenfalls eine Nachspielzeit benötigt, nach 90 Minuten trennte man sich in der zweiten Liga aber mit 2:2. Der bislang einzige Punkteverlust für die Herren von der Sill gegen die Herren von der Ybbs, konnte man doch alle vier weiteren Aufeinandertreffen in der Liga für sich entscheiden.

So sieht man sich wieder, Teil 3

Auch im Pokal stand man sich bereits einmal gegenüber, es war das allererste Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel. In einer Saison, in der Innsbruck am Ende als Tabellenführer in der 2. Liga und Amstetten als Tabellen-Dritter in der Regionalliga Ost über den jeweiligen Aufstieg in die nächsthöhere Liga jubeln durften, setzte sich der höherklassige Verein mühsam mit 1:0 durch, Florian Jamnig erzielte in der 80. Minute den entscheidenden Treffer. Schön wäre es natürlich, wenn man heute nicht so lange warten müsste – das Ergebnis würde Wacker aber sofort annehmen. Sodala, genug gefrühstückt, ab zur Arbeit!

Bild von Elenildo Ferreira Artpix Comunicação visual auf Pixabay

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Stefan Weis Stefan Weis

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