tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 24. Juni 2018

Gernot Gsellmann

Tivoli-Lieblingen ist Neid gänzlich fremd

Wacker baut in der Bundesliga 2018/19 auf Slowenen-Sturm-Power: Zlatko Dedic und Heimkehrer Patrik Eler sollen Innsbruck mit ihren Toren „oben“ halten. Vielleicht auch mehr.

Habt ihr euch vor dem ersten gemeinsamen Training in Innsbruck gekannt?

Dedic: „Nein, nicht persönlich. Auch wenn wir aus der gleichen Region kommen. Ich aus Koper, Patrik aus Gorica, beides in der Region Primorska. Aber ich habe natürlich von seiner Zeit in Innsbruck gehört.“
Eler: „Zlatko ist eine große Nummer in Slowenien – ich habe seine Teamspiele klarerweise mitverfolgt.“

Beide seid ihr unumstrittene Goalgetter und Publikumslieblinge am Tivoli, ihr beide wurdet in Österreichs Erste-Liga zum Spieler der Saison gewählt – aber wahrscheinlich wird Wacker nur mit einem einzigen Stürmer beginnen ...

Dedic: „Jeder gute Spieler ist in Innsbruck willkommen. Sollte es so sein, steht der Team-Erfolg immer über dem persönlichen Befinden. Der Trainer entscheidet, was für die Mannschaft am besten ist. Es soll für Innsbruck einfach eine gute Zeit in der Bundesliga werden.“
Eler: „Ich will bei Wacker wieder Gas geben. Aber ich kann mich Zlatko nur anschließen: Die Mannschaft steht absolut im Vordergrund. “
Zlatko: „Aber wer sagt denn, dass nur einer spielen wird ...“

... wahrscheinlich nur das letztjährige 4-1-4-1-System.

Zlatko: „Aber Trainer Karl Daxbacher wird in der Vorbereitung viel experimentieren, glaub ich.“

Was wird Aufsteiger Wacker in Österreichs höchster Klasse halten?

Eler: „Neben dem Potential der Zusammenhalt! Das ist hier eine große Familie – was leider in Nancy nicht der Fall war.“
Dedic: „Richtig, wir sind eine verschworene Einheit, einfach eine coole Truppe.“

Was ist in Frankreich eigentlich schief gelaufen?

Eler: „In den ersten zwei Spielen hab ich ein Tor erzielt, plötzlich kam der Trainer und meinte, dass ich noch Zeit bräuchte. Nach gut einem Monat war der weg, beim Neuen bekam ich keine Chance mehr.“

Zlatko, auch wenn du ein Rivale bist – wirst du Patrik beim „Aufbau“ helfen?

„Sicher. Weil auch mir, vor allem im Herbst, viel geholfen wurde.

Wie verständigt ihr euch beide eigentlich?

Dedic (lächelnd, wie Eler): „In der Kabine natürlich auf Deutsch. Aber wir könnten uns auch gut auf Italienisch, Englisch, Serbo-Kroatisch und Slowenisch unterhalten. Was willst du?“

... danke fürs Gespräch.