tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 06. Juli 2018

Georg Fraisl

„Wir werden schon ein Wörtchen mitreden!“

Wacker auf dem Wilhelm-Tell-Prüfstand: Mit dem eidgenössischen Topklub Basel steht den Schwarzgrünen heute in der Nähe von München der klingendste Name als Vorbereitungs-Gegner gegenüber. Da wird das neue 3-4-3-System der Innsbrucker mit Schweizer Gründlichkeit einem Check unterzogen.

292 Vorbereitungs-Minuten ist Wacker schon ohne Gegentreffer. „Zeigt, dass wir uns in dem neuen System alle wohl fühlen“, grinst Matthias Maak, mit 117 Spielen in einer höchsten Spielklasse (107 in Österreich, 10 in Dänemark) der erfahrenste in der schwarzgrünen Hinter-Mannschaft.

Der Routine zum Trotz ist das Abwehrspiel mit einer Dreier-Kette für den 26-jährigen Steirer eine völlig neue Erfahrung: „Eigentlich habe ich bislang immer und überall in einer Vierer-Reihe agiert.“ Auch im Wacker-Innsbruck-Dress in der vergangenen Meister-Saison in der Ersten Liga.

Maak tritt den neuen System-Zeiten durchaus aufgeschlossen gegenüber: „Der Vorteil des 3-4-3 ist sicher die ständige Absicherung. Es sind immer mindestens drei hinten. Das liegt uns gut, das werden in der Bundesliga brauchen.“

Maak weiß, wovon er spricht. Er war schon „oben“, hat es 2014 mit Grödig und 2016 mit SönderjyskE (Dä) in die Europa-League-Quali geschafft.

Hält die Tor-Sperre?

„Natürlich ist es in der Bundesliga etwas anders. Gegen ein Team wie Salzburg können dir schon mal die Bälle um die Ohren fliegen. Aber grundsätzlich werden in der höheren Liga spielerische Lösungen gesucht – Zweikämpfe mussten wir sicher mehr in der Ersten Liga überstehen.“

Sorgen macht sich der Abwehr-Recke mit der „Glatze-Gnadenlos“-Frisur aber keine. „Ich glaube, dass wir eine schlagkräftige Truppe sind, die oben schon ein Wörtchen mitreden kann.“ Der heutige Test gegen Basel in Geretsried bei München (15.30) soll ein weiterer Beweis dafür sein.