tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 17. Juli 2018

Georg Fraisl

Wackers General und die neue Piefke-Saga

Die „Innschbrukka“ sind wieder da – und sie haben die Nase vom Fußball-Keller jetzt gestrichen voll

Zum fünften Mal in der Geschichte des Tiroler Fußballs schaffte der Top-Verein den Sprung in die höchste Spielklasse: 1964, 1981, 2004, 2010 und 2018. Womit der Traditionsklub aus dem Westen hinlänglich bewiesen hat, dass er auch „Keller“ kann. Aber davon hat in den Bergen nun alles die Schnauze voll: Nach insgesamt acht Jahren in der zweithöchsten Stufe seit dem Konkurs 2002 sind die Fan-Gesänge „Zweite Liga – niiiie mehr“ mehr als nur ein Lippenbekenntnis.

Womit das (offizielle) Ziel der Comeback-Saison auch klar ist: Nur ja keine Keller-Düfte in die Nase bekommen ...
Insgeheim – auch das ist logisch – träumt man im Land am Inn aber von der Auferstehung der glorreichen Vergangenheit. Was für den Aufsteiger aber (noch) zu früh kommen dürfte. General-Manager Alfred Hörtnagl hat den souveränen Erste-Liga-Meister intensiv, aber ohne große Transfer-Kracher verstärkt. Trotz der Heimholung von Goalgetter Patrik Eler aus Frankreich (24 Tore in der Spielsaison 2016/17). Der Slowene zog sich in der Vorbereitung eine Muskelverletzung zu, fehlt vier Wochen – Bundesliga-Erfahrung hätte er aber sowieso nicht einbringen können. Das haben bei Wacker nur sechs Spieler: Maak, Schimpelsberger, Kerschbaum, Rakowitz, Dedic und Harrer.

Hörtnagl, früher Manager in Deutschland bei Greuther Fürth und Erfurt, setzt auf die „Piefke-Saga“ – sechs Spieler (Knett, Henning, Dedic, Peric, Gabriele, Durmus) haben schon beim großen Nachbarn die Brötchen verdient.

Prognose: Die Aufstiegs-Euphorie wird die Mannschaft von Karl Daxbacher durch einen starken Herbst tragen – letztlich werden die Tiroler viel Glück fürs Obere Play-off brauchen.