tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 17. Juli 2018

Hannes Steiner

Vorhang zu für das nervige „Sommertheater“ der Liga

Es bleibt alles, wie es ist! Nach gut dreistündiger Verhandlung wies das Ständige Neutrale Schiedsgericht die Klage des SC Wr. Neustadt im „Fall Atanga“ ab und bestätigte zugleich die ersten beiden Instanzen der Bundesliga. Somit wird die erste Saison der neuen Zwölferliga endgültig mit St. Pölten über die Bühne gehen.

Hohe Wellen schlug die Causa, nachdem Wr. Neustadt Anfang Juni, also vor mittlerweile eineinhalb Monaten (!), Einspruch gegen das 1:1 im Relegations-Rückspiel erhoben hatte. Der unterlegene Zweitligist war der Ansicht, dass St. Pöltens Leihspieler David Atanga nicht spielen hätte dürfen, weil er in der laufenden Saison für drei Vereine zum Einsatz kam.

Entgegen dem FIFA-Regulativ hatte die Liga aber die Kooperationsspieler-Regelung gemäß den ÖFB-Bestimmungen „entschärft“, erst ab der nächsten Saison gelten die internationalen Maßstäbe.

Neustadt suchte sein Recht, blitzte letztendlich aber dreifach ab. „Wir wollten wissen, ob die Regeln der FIFA mehr Gewicht haben als jene der Liga“, meinte Neustadts Präsidentin Katja Putzenlechner, nachdem auch das Schiedsgericht unter dem Vorsitz von Universitätsprofessor Dr. Walter Schrammel kein Fehlverhalten der Liga feststellen konnte.

„Wir sind froh, dass der Fußball vom grünen Tisch auf den grünen Rasen zurückkehrt“, war Liga-Vorstand Christian Ebenbauer erleichtert. St. Pöltens Präsident Helmut Schwarzl freilich genauso: „Es freut mich, dass die Gerechtigkeit siegte und dieses Sommertheater nun endlich sein Ende findet . . .“