tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 16. Dezember 2018

Tobias Waidhofer

Elfmeter-Spezialist Knett schlug erneut zu

Zum dritten Mal in dieser Saison entschärfte Christopher Knett gegen den WAC einen Elfmeter und hielt so beim 0:0 vor 2035 Fans einen Punkt fest.

Innsbruck - Für Dominik Baumgartner muss es sich wie ein Déjà-vu angefühlt haben. Wie schon in Hartberg verschuldete der Abwehrspieler mit einem ungeschickten Foul einen Elfmeter. Nur diesmal war Wacker-Goalie Christopher Knett zur Stelle, der in der 73. Minute den Strafstoß von Michael Liendl bravourös aus dem Eck fischte und damit dafür sorgte, dass sich der FC Wacker mit einem 0:0 gegen Wolfsberg in die Winterpause verabschiedete. "Ich habe einen Tipp vom Tormanntrainer bekommen, mit Statistik kann man da viel machen", gab Knett das Lob an Dominik Bichler weiter.

Die erste Chance der Partie hatten die Gäste aus Kärnten vorgefunden, weil die Wacker-Abwehr bei einem Abschlag von WAC-Keeper Alexander Kofler einen Sekundenschlaf einlegte und Dever Orgill enteilen ließ. Den Fehlstart verhinderte aber da schon Knett, der seine Qualitäten im Eins-gegen-Eins gegen den Jamaikaner ausspielen konnte (4. Minute). Erst in der 17. Minute setzten die Tiroler ihre erste Offensivduftmarke: Doch nach einem starken Antritt von Martin Harrer scheiterte Cheikhou Dieng gleich doppelt.

Dass das Spiel nicht wirklich an Fahrt aufnahm, lag auch an den schwierigen Verhältnissen am teilweise gefrorenen Tivoli-Rasen. Auch der WAC zündete kein Offensiv-Feuerwerk, hatte aber bei einem Ritzmair-Schuss die Chance auf die Führung (27.). Es sollte dann in Hälfte eins - bis auf einen Dedic-Kopfball (39.) - nicht mehr viel passieren. So wie die 2035 Zuschauer freuten sich wohl auch die 22 Akteure auf den wärmenden Pausentee. Wenn es aus Tiroler Sicht noch etwas Positives anzumerken galt, dann war es die Leistung von Zweier-Kapitän Murat Satin, der auf der linken Seite zu überzeugen wusste.

Die letzte Halbzeit im Jahr 2018 begann mit einem Gschweidl-Schlenzer, den Knett um den Pfosten drehte (46.). Wolfsberg schien am Drücker, bei einem Orgill-Versuch fehlte in Minute 58 auch nicht viel. Die noch viel größere Möglichkeit vergab der Sturmtank aber völlig freistehend nach einer Stunde. Und wenn der FC Wacker dann doch einmal auf den Wolfsberger Strafraum zustürmte, ließen die Tiroler die nötige Präzision beim letzten Pass vermissen. Und das nicht nur einmal ...

Es folgte der bereits angesprochene Knett-Auftritt. Zuvor hätte Dedic eigentlich einen Elfmeter bekommen müssen. Es blieb aber beim 0:0, weil Henning und Gabriele in der Schlussphase noch gute Möglichkeiten liegen ließen. "Der WAC war aktiver und hatte mehr Torchancen. Wir können mit dem Punkt leben", meinte Knett, der auch unter den eisigen Temperaturen (-8 Grad) litt: "Ich bin nie richtig warm geworden." Dafür geht es jetzt in den Urlaub in die Dominikanische Republik.