tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 12. Januar 2019

W. Müller, A. Gruber

Wacker-Reihen lichten sich

Der erste Abgang ist fix: U21-Teamspieler Dominik Baumgartner unterschreibt nach Medizincheck beim VfL Bochum, Albert Vallci gilt jetzt als heiße Aktie bei Red Bull Salzburg.

Innsbruck, Bochum – „Es ist wie beim Schnee, man kann nichts dagegen machen“, zeigte sich Wacker-Coach Karl Daxbacher angesichts des Abgangs von Innenverteidiger Dominik Baumgartner wie immer gelassen. So sei schließlich das Geschäft, Reisende sind nicht aufzuhalten. Und noch dazu wäre „Baumis“ Vertrag im Sommer ohnehin ausgelaufen. Aber so stellt sich womöglich eine niedrige sechsstellige Ablösesumme am FCW-Konto ein. General Manager Alfred Hörtnagl wartete gestern nach dem Medizincheck auf grünes Licht, das um 18 Uhr auch aufleuchtete. Im Ruhrpott trifft Baumgartner auf Tirols Torjäger Lukas Hinterseer, der sich über einen neuen Mitspieler freuen darf.

„Thomas (Nachname Böhm; Hinterseer und Baumgartner teilen dieselbe Spieleragentur ‚Grass is Green‘) hat mich schon gebeten, dass ich ihn ein bisschen einführe“, meldete sich auch Hinterseer gestern zu Wort. Weil der VfL über zwei routinierte Innenverteidiger (u.?a. Tim Hoogland) verfüge, seien Baumgartners Perspektiven nicht schlecht. Hinterseer selbst, der wie am Fließband trifft und dessen Vertrag im Sommer ausläuft, spielt am Transfermarkt auf Zeit: „Ich habe in den letzten eineinhalb Jahren hier mit Toren und Vorlagen meinen Wert gezeigt und lasse mich nicht stressen. In Deutschland sind die erste und zweite Liga interessant, natürlich hätte ein Wechsel nach England auch seinen Reiz“, diktiert der 27-jährige Kitzbühler, der laut eigener Aussage im Winter-Transferfenster „eher nicht“ wechseln wird. Zumal Bochum durchaus noch Chancen auf Rang drei, der zur Relegation berechtigt, hält. Und dafür braucht’s einen Knipser.

Zurück ins schwarzgrüne Lager: Dass Dauerbrenner Albert Vallci gegenwärtig als heißeste Transferaktie des FC Wacker gilt, ist nichts Neues. Gestern kam aber etwas ganz Interessantes aufs Tableau. Österreichs Serienmeister und Europa-League-König Red Bull Salzburg soll ebenfalls mit einer Verpflichtung des großgewachsenen und ballsicheren Defensivspielers spekulieren – weil Vallci universell einsetzbar sei und, wie in Innsbruck Hörtnagl meint, auch als Innenverteidiger seinen Mann stehen könnte.

„Er ist ein interessanter Spieler, der sich sehr gut entwickelt hat“, streut Salzburgs Sportchef Christoph Freund alles andere als ein Dementi in die Runde. Ein Wechsel von Vallci, dessen Marktwert in Innsbruck nach konstant starken Leistungen auf 600.000 Euro (Quelle: transfermarkt.at) explodierte, wäre ein weiterer finanziell lukrativer (Königs-)Transfer in der Hörtnagl-Ära.

Der schon mehrfach angekündigte Wechsel von Wacker-Angreifer Patrik Eler zu Zweitligist Ried soll, auch laut Informationen aus Oberösterreich, in trockenen Tüchern sein. Eler ist sich mit dem Klub einig, letzte Details – der Slowene ist ja vom französischen Zweitligisten AS Nancy nur an Wacker verliehen – sollen sich spätestens am Wochenende auch mit dem Club aus Frankreich klären lassen.