tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 17. Januar 2019

Thomas Pichlmann

Das Spiel mit dem Feuer

Der FC Wacker Innsbruck ist ein Ausbildungsverein, er benötigt Spielerverkäufe, um hochgesteckte Ziele wie Trainingszentrum oder Budgeterhöhung zu erreichen. Dominik Baumgartner ist schon verkauft, Albert Vallci wird vermutlich noch diese, spätestens nächste Transferperiode folgen. Es ist für beide Seiten eine Win-win-Situation.

Die kommenden fünf Monate werden richtungsweisend sein: Baumgartner war im Herbst nicht immer Stammspieler und konnte schon gut ersetzt werden. Bei Vallci hingegen müsste ein Ersatz kommen. Mit Hupfauf, Maranda und Satin haben zwar schon Spieler bewiesen, dass sie bundesligatauglich sind, aber können sie dem Abstiegskampf standhalten?

Außerdem muss ein Auge auf die zweite Mannschaft gelegt werden, auch dort benötigt man noch wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Würde eine der beiden Mannschaften absteigen, wäre das kostspielige, im letzten Sommer begonnene Projekt schon wieder Geschichte und würde alle Zukunftspläne vermutlich auch zunichtemachen.

Die Pläne einer eigenen Akademie sind elementar, um sich dauerhaft im österreichischen Spitzenfußball halten zu können. Die Ausbildung der Spieler wäre schon in jungen Jahren zielorientierter Richtung Kampfmannschaft und es würden mit Sicherheit schneller und mehr Spieler den Weg zum Profifußball schaffen. Im Moment hat der FC Wacker aber diese Philosophie nicht einmal im eigenen Stall. Zwar munkelt man, dass Tommy Grumser im Sommer Trainer der Kampfmannschaft wird und dann ein Trainer mit gleicher Philosophie für die zweite Mannschaft gesucht wird. Aber wie schon oben erwähnt: Auch dafür müssen erst einmal beide Mannschaften den Klassenerhalt schaffen. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum Dinge, die man gleich ändern kann, nicht beim Schopf gepackt werden, und eine Linie bei Kampfmannschaft und Wacker II reingebracht wird. Abwarten bis Sommer bleibt ein Spiel mit dem Feuer.