tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 19. Januar 2019

Wolfgang Müller

Vallci schafft Sprung zu den Bullen

Nach den Abgängen von Dominik Baumgartner und Patrik Eler unterzeichnete Albert Vallci gestern bei Meister Salzburg einen Vertrag bis 2022. Die Ablöse für den FC Wacker liegt im hohen sechsstelligen Bereich.

Innsbruck – Österreichs Fußball-Meister Salzburg schlug auf dem Transfermarkt doch noch einmal zu und wurde beim FC Wacker fündig. Wie in der Tiroler Tageszeitung bereits angekündigt, hatten die Bullen Albert Vallci auf dem Radar und gestern wurde der Deal dann auch schnell über die Bühne gebracht. Vallci absolvierte die obligatorischen medizinischen Tests und freute sich über einen Vertrag bei den Bullen bis Juni 2022. „Ich werde alles geben und versuchen, mich auch auf Dauer in Salzburg durchzusetzen“, kündigte der 1,91?m große Verteidiger an, der in den Abwehr flexibel einsatzfähig ist. „Vallci ist ein schneller, körperlich starker und universell einsetzbarer Defensivspieler. Er passt mit seiner Spielweise und seiner Mentalität sehr gut zum FC Red Bull Salzburg“, meinte Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund bei der gestrigen Präsentation.

„Der Wechsel ist eine Auszeichnung für alle Beteiligten, die an der Entwicklung des Spielers beteiligt waren“, freute sich FCW-General Manager Alfred Hörtnagl über seinen Königstransfer. Die Ablöse wird von beiden Klubs zwar geheim gehalten, doch laut Gerüchtebörse liegt sie im sehr hohen sechsstelligen Bereich.

Patrik Eler geht im Frühjahr für die SV Ried auf Torjagd. Der 27-jährige Slowene wurde gestern bei den Wikingern präsentiert. Der Leihvertrag von AS Nancy mit dem FC Wacker wurde aufgelöst, Eler wurde vom französischen Zweitligisten bis Sommer an die Oberösterreicher verliehen. „Patrik Eler hat in Österreich bereits in den drei höchsten Ligen erfolgreich gespielt. Er ist ein großer, schneller und dynamischer Spieler und weiß, wie es in der zweiten Liga zugeht. Er will wieder mehr Spielpraxis bekommen und diese können wir ihm in Ried bieten“, freut­e sich Gerald Baumgartner, Sportlicher Leiter und Cheftrainer der Rieder, über seinen Neuzugang.

Nach den Abgängen von Dominik Baumgartner, Eler und Vallci ist man sich beim FC Wacker einig, dass man nachbesetzen muss. „Wir schauen uns um“, bestätigt­e Trainer Karl Daxbacher, dass die Position Vallcis ebenso ersetzt werden muss wie die Lücke im Sturm. „Wir haben schon einige am Radar, wollen aber zunächst nichts übereilen“, so Hörtnagl, dem wie seinem Trainer sehr wohl bewusst ist, dass es eine gewisse Kaderbreite braucht, um im Abstiegs-Play-off auch bestehen zu können.

Nachdem im Herbst bereits Lukas Hupfauf und Manue­l Maranda von der zweiten Mannschaft in das Profiteam hochgezogen wurden, steht im Frühjahr auch der 22-jährig­e Murat Satin im Profikader. „Die enge Zusammenarbeit zwischen erster und zweiter Mannschaft entspricht unserer Ausbildungsphilosophie und soll auch in Zukunft weiter intensiviert werden“, sieht sich Hörtnagl bestätigt. Die zweite Mannschaft wird auch entsprechend nachgerüstet. Armin Hamzic, der schon 114 Spiele für den FC Wacker in den Beinen hat, wird wieder im schwarzgrünen Dress in der zweiten Liga auflaufen. Simon Rumer kommt von der Akademie Tirol.

Neben umfangreichen Transferaktionen läuft natürlich auch die sportliche Vorbereitung auf Hochtouren. Heute absolvieren die Tiroler ab 14 Uhr in Ottobeuren ein Testspiel gegen den deutschen Regionalligisten SV Ulm. Roman Kerschbaum fehlt ebenso wie die rekonvaleszenten Stefan Meusburger und Stefan Rakowitz.