tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 01. Februar 2019

Agnes Dorn

Wacker-Zentrum: Mieming will Irritationen ausräumen

Das in der Gemeinde Mieming geplante Fußball-Trainingszentrum des FC Wacker war erneut Thema im Gemeinderat.

Mieming – Erst unter dem Tagesordnungspunkt Allfälliges wurde das in Untermieming geplante Trainingszen­trum des FC Wacker Innsbruck in der jüngsten Sitzung des Mieminger Gemeinderates thematisiert.

Denn, so betonten die Gemeinderäte unisono, seit November habe es nichts Neues von Seiten des Fußballvereins gegeben. Dass die Wogen inzwischen durch die Proteste der neugegründeten Bürgerinitiative der Anrainer hochgehen, findet man im Gemeinderat indes nicht fair.

„Was wir am Tisch haben, haben wir vorgestellt. Man ist immer in Kontakt gewesen und jetzt wird das medial aufgeblasen und das finde ich nicht fair“, zeigt sich Bürgermeister Franz Dengg enttäuscht über etwaige Aussagen, die Bürger wären nicht informiert worden.

Schon vor der Gemeinderatssitzung am 12. September, bei der der einstimmige Grundsatzbeschluss für das Projekt gefasst worden war, hätte er einen unmittelbaren Nachbarn informiert. Weitere Nachbarn hätten ihm in der Folge außerdem zu verstehen gegeben, sie wollten erst die Planung abwarten. Beim Anrainer-Gespräch, in dem Vertreter von Wacker Innsbruck über den Projektstand „voll aufgeklärt“ hätten, waren rund zehn Nachbarn gekommen. „Wir haben dann die Vereinbarung getroffen, sobald Wacker die Planung hat, werden die Anrainer als Erste informiert und dann gibt es eine Gemeindeversammlung“, betont der Dorfchef, dass jederzeit alle Fakten auf den Tisch gelegt worden seien.

„Wir sollten Schritte setzen, um Irritationen möglichst sachlich auszuräumen, und entweder eine Gemeindeversammlung oder Diskussionsrunden abhalten“, wünscht sich auch GR Ulrich Stern eine „Enthysterisierung“ des Themas und ergänzt: „Auch die Umstände, dass seit November nichts passiert ist, sollte man kommunizieren.“ Das habe er bereits getan, so Dengg, und gerade vor wenigen Tagen eine E-Mail an einen der Sprecher der Bürgerinitiative geschickt, um ihm genau dies mitzuteilen. GR Martin Kapeller dazu ergänzend: „Wenn sie dem Bürgermeister nicht mehr glauben, werden sie mir auch nicht mehr glauben. Aber es ist Fakt – mehr haben wir nicht. Und eine Gemeindeversammlung macht erst Sinn, wenn mehr Fakten am Tisch liegen.“

In der nächsten Ausgabe der Gemeindezeitung werde das Projekt übrigens ebenfalls vorgestellt werden.