tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 02. Februar 2019

Wolfgang Müller

Der Neue kommt ins Trainingscamp

Nachdem der FC Wacker Franck Etoundi absagte, unterschrieb der Kameruner beim FC Sochaux.

Innsbruck – 25 Spieler plus acht Betreuer umfasst das Wacker-Aufgebot für das Trainingslager in der Türkei. Heut­e erfolgt der Abflug, untergebracht sind die Tiroler im Sensimar Side Resort, bis 12. Februar stehen auch drei Vorbereitungsspiele auf dem Programm. Franck Etoundi, der sich diese Woche für ein Wacker-Engagement empfehlen wollte, ist nicht dabei. Dem Kameruner wurde am Donnerstagnachmittag, wie erwartet, abgesagt. Statt mit dem FC Wacker in die Türkei, verabschiedete er sich gleich nach Frankreich, wo er beim Zweitligisten FC Sochaux knapp vor Transferschluss unter Vertrag genommen wurde. Im Profifußball heißt es eben flexibel sein.

„Er hat seine Qualitäten, ob er sie allerdings gleich abrufen kann, bezweifelten wir. Es braucht einen Stürmer, der uns gleich weiterhilft“, waren sich Trainer Karl Daxbacher und Sportchef Alfred Hörtnagl einig, Etoundi nicht für das Frühjahr zu verpflichten.

Beim gestrigen Abflug war der neue Stürmer somit nicht an Bord, im Trainingscamp soll der Eler-Nachfolger baldigst auftauchen. Bis 6. Februar ist das Transferfenster für Österreichs Bundesligisten noch geöffnet. Zeit, die man beim FC Wacker nützen will. „Wir haben zwei Möglichkeiten: einen gestandenen Angreifer, der zurzeit nicht zum Zug kommt und sich bei uns ins Schaufenster stellen will, oder ein Talent eines Spitzenclubs, das in der ersten österreichischen Liga Spielpraxis sammeln kann“, verhandelt Hörtnagl mehrgleisig.

Nach dem schneereichen Winter in Tirol mit ausschließlich Kunstraseneinheiten kommt dem FC Wacker das Trainingslager in der Türkei gerade recht. Gilt es doch, sich für den Abstiegskampf im Frühjahr entsprechend vorzubereiten. Weil sich das System mit drei Innenverteidigern im Herbst-­Finale bewährte, will Daxbacher daran festhalten: „Mir persönlich wäre eine offensiver­e Variante auch lieber, aber wir brauchen Punkte, und die holen wir eher so als anders“, so Daxbacher, der hofft, dass die leidige Verletzungsmisere endlich ein Ende hat.

Drei Testspiele wurden im Raum Side auch schon fixiert. Am Montag, den 4. Februar, treten die Tiroler gegen den bosnischen Erstligisten Mladost Kakanj an, am 7. Februar wartet der ukrainische Meister Schachtar Donezk, und am 10. Februar kicken die Tiroler zum Abschluss gegen den russischen Premjer-Ligiste­n Achmat Grosny.