tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 04. Februar 2019

Alex Gruber

Türkische Sonne verleiht Schwarzgrünen Kraft

Side – Fern von Lawinenabgängen am Brenner oder dem Schneechaos am Münchner Flughafen genießen die Kicker des FC Wacker Innsbruck seit Samstagabend ihr Dasein unter türkischer Sonne.

„Es ist alles bestens, die Bedingungen sind top“, strahlt auch Trainer-Routinier Karl Daxbacher mit 65 Lenzen und in seinem x-ten Wintercamp übers ganze Gesicht. Zumal in vielen Sequenzen sichtbar wird, wie sehr sich die Kicker darüber freuen, dass die Kugel nach dem Schneegestöber in Innsbruck endlich auf natürlichem Grün in die richtige Richtung rollt.

„Irgendwann schmerzt am Kunstrasen mein Kreuz. Hier ist alles gut“, genießt Einser-Goalie Christopher Knett mitsamt seinen Kollegen die weicheren Landungen. Im Wissen, dass die Frühjahrssaison hart genug wird.

Abwehrchef Matthias Maak legte sich nach dem Nachmittagstraining viele Bälle zurecht, um einen davon mit einem Chip-Ball über ca. 20 Meter in einer Mülltonne zu versenken. Coach Daxbacher grinst: „Wenn’s einer schafft, dann der Maaki. Aber dann bekommt er mein Haus“, stellt sich die Angelegenheit trotz feiner Technik letztlich dank dem geschulten Trainerauge als „Mission impossible“ heraus. Maaks Versuch untermauert aber, dass die Lust am Spiel zurückgekehrt ist.

So angenehm sich das alles liest, so klar ist auch, dass es um die „Wäsch’“ für den Frühjahrsauftakt gegen die Admira (23. Feber) geht. Beim ersten Test in Side gegen den bosnischen Erstligisten Mladost Kakanj können sich mit Ausnahme von Stefan Rakowitz (rekonvaleszent), Flo Rieder (leicht kränklich) und Stefan Meusburger (erst wieder ins Teamtraining eingestiegen) alle beweisen.

„Wir spielen mit zwei Teams. Auch die Jungen sollen sich zeigen. Das haben sie im internen Test (4:1-Sieg der zweiten Mannschaft gegen die Profis, Anm.) ja ganz gut gemacht“, nimmt Daxbacher wohlwollend zur Kenntnis, dass Youngsters wie Murat Satin, Karim Conté oder Atsushi Zaizen nachdrängen. Für Alexander Kogler und Elvin Ibrisimovic schlägt auch die Stunde. Denn am Donnerstag gegen Schachtar Donezk muss man wohl umdenken.