tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 05. Februar 2019

Gernot Gsellmann

Sehnsucht der Steffs

Einsam und doch gemeinsam – zumindest in ihrem „Schicksal“: Stefan Rakowitz & Stefan Meusburger trainierten bisher im türkischen Camp „solo“. Doch ihre Rückkehr in das Wacker-Gefüge steht kurz bevor.

Coach Karl Daxbacher kann es kaum erwarten. Doch seine beiden Dauer-Verletzten noch weniger. „Wenn ich rüberschau, dann schmerzt das.“ Flügelrakete Rakowitz fiebert seinem Comeback nach der langwierigen Schambeinentzündung entgegen. „Aber ich darf mir kein Zeitlimit setzen, werde mir wie im Herbst keinen Druck mehr machen. Ich gebe in der Reha mit Daniel (Anm.: Athletik-Trainer Wilson) Gas, dann wird’s schon werden.“ Insgeheim hofft der 28-Jährige, noch im Camp einsteigen zu können. „Ich merke, es fehlt nicht mehr viel.“ Rakowitz sollte auch tunlichst für seine Zukunft fit werden – der Vertrag läuft im Sommer aus. „Unnötiges Risiko gehe ich aber keines ein.“

Der zweite Stefan ist ihm in der Sonne von Side bereits ein Schrittchen voraus: Innenverteidiger Meusburger will morgen ins Mannschaftstraining zurückkehren. Nach seiner Schulter-OP im Dezember. „Kraftkammer und Aufbautraining sind genug – ich will und muss wieder am Platz stehen.“ Damit er seine Chance auf einen Startplatz auch wahren kann. Denn der Steirer hatte – sinnbildlich für Wacker – einen durchwachsenen Herbst, will sich im Frühjahr in der Bundesliga etablieren. „Klar hab ich mir in Innsbruck mehr vorgestellt, aber es war auch erst mein erstes halbes Jahr im Oberhaus.“ Ein Angriff, wie auch der vom Bundesliga-Aufsteiger: „Am Ende wollen wir einfach drinnen bleiben.“ Was auch Daxbacher unterschreiben würde ...