tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 07. Februar 2019

Gernot Gsellmann

Elan für die Offensive

Muhammed Kiprit wird heute im Wacker-Camp mit Sportboss Alfred Hörtnagl eintreffen. Wie auch Last-Minute-Neuzugang Sascha Horvath

"Trainer sagen wegen meiner langen Nase: Der muss ja einen Torriecher haben!“ 26 Treffer für Hertha BSC auf dem Weg zur deutschen A-Jugend-Meisterschaft – für Muhammed Kiprit eine Empfehlung, die ihn im vergangenen Sommer in den Kader des Bundesligisten, jedoch ohne Einsatz, brachte.
Nun soll er statt für die deutsche „alte Dame“ für den schwarzgrünen Traditionsklub die gegnerischen Defensiven beschäftigen. „Ich weiß noch nicht viel von ihm“, gestand Coach Karl Daxbacher gestern Vormittag vor der Trainingseinheit, „nur, dass er ein Torschießa is.“ Genau den braucht Wacker im Kampf um die Bundesliga-Zugehörigkeit. Einen, der eine gute Quote hat, einen, der in der Rückrunde problemlos für Zlatko Dedic (34) einsetzbar ist.
Was ihm sein Berliner Kollege in Innsbruck, Bryan Henning, durchaus zutraut: „Weil Hertha eine wirklich exzellente Ausbildungsstätte ist – daher kann er nicht schlecht sein.“

Das gilt wohl auch für Sascha Horvath: Der 22-jährige Flügelspieler kommt ebenfalls leihweise – wie Kiprit bis Ende Mai. Von Dynamo Dresden. Damit reagierte Hörtnagl auf die schlimmere Verletzung von Ilkay Durmus (Muskelfaserriss). „Zuletzt fehlten ihm die Einsätze – aber Sascha ist eines der größten Talente in Österreich.“

Die beiden Deutschland-Exporte werden heute Mittag in Side erwartet – spät, aber hoffentlich zur Integration früh genug. Denn noch sind es zweieinhalb Wochen bis zum Bundesliga-Frühjahrsstart. Beide sollten bereits am Sonntag, beim letzten Camp-Test, gegen Grosny erstmals in der Innsbrucker Truppe auflaufen.