tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 07. Februar 2019

Alex Gruber

Vier Tiroler rücken bei den Schwarz-Grünen ins Bild

Side - Neben Kapitän Christoph Freitag tummeln sich mit Matthias Maak, Marti­n Harrer, Stefan Meusburger sowie den Neuzugängen Christian Klem und Johannes Handl sechs Steirer beim FC Wacker. Doch auch ein Tirol-Quartett will sich heuer beweisen.

Lukas Hupfauf konnte sich in der Fünferkette des FC Wacker im Herbst empfehlen. Der 22-jährige Sport-BORG-Absolvent kann innen wie außen verteidigen und macht als Ex-Akademie-Spieler auch klare Aussagen: "Natürlich braucht man Talent, aber es setzt sich der Wille durch. Es gibt viele AKA-Abgänger, die in die Regionalliga oder woanders hinkommen und für den Erwachsenenfußball nicht bereit sind", führt "Hupfi" mentale Aspekte ins Treffen. Um einen Ex-Kollegen wie Flo Augustin (jetzt Telfs) tue es ihm auch leid.

Florian Rieder reiste erkältet ins Trainingscamp an. Am Vorsatz "Es muss sich was ändern" hat sich nach dem durchwachsenen Herbstdurchgang nichts geändert. Die Konkurrenz in der Mittelfeldzentrale ist groß, den Verbleib beim FCW - das Eigengewächs dachte zwischenzeitlich über einen Wechsel zu Ried nach - macht er auch an Förderer Thommy Grumser fest: "Ich will in der Bundesliga Fuß fassen, aber mit dem zweiten Team haben wir eine gute Alternative", will der 22-jährige Bürokaufmann mit Leistung punkten.

Murat Satin ist der Dritte im Bunde der 96er-Jahrgänge, er wanderte nach der AKA Tirol zwischenzeitlich in die Türkei (Genclerbirligi II, Hacettep­e) ab. Dort sammelte er Erfahrungen, es lief aber nicht alles rund. Da gefällt ihm die Kapitänsbinde bei Wackers zweitem Team und der Aufstieg zu den Profis schon weit besser. Vom Sechser bis hin zum offensiven Flügel kann der schnelle Allrounder (fast) alles spielen. "Lieber offensiv", blinzelt es zwischen sehr reifen Aussagen hervor: "Heimat ist für mich immer da, wo meine Familie ist", sagt er beim Besuch in der Türkei. Familie hat er auch ein Stück weit im Ötztal gefunden: Satin ist mit Fabienne Schöpf, der Schwester von Schalke-Profi Alessandro, liiert: "Ale ist ein Top-Mensch. Seine Verletzung tut auch mir weh."

Alexander Eckmayr tastet sich mit Gardemaß (188 cm) ans Profi-Leben heran. Dabei war der gebürtige Münchner, der seit Kindheitstagen in Götzens lebt, in der Jugend noch zu klein. "In der Wintervorbereitung läuft es für mich besser", will er jetzt bald im Tor der Zweier stehen. Da würde sein Vater (Dortmunder und BVB-Fan) vergessen, dass sein Sohn zu Bayern hält.