tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 08. Februar 2019

Gernot Gsellmann

Zuerst musste gegoogelt werden

„Der Papa hat mir gleich dazu geraten.“ Geschlaucht, weil die Maschine aus München mit einiger Verspätung in Antalya eintraf, kam Sascha Horvath gestern im schwarzgrünen Camp an. Dabei war der Vortag des kleinen Mittelfeldspielers von Dynamo Dresden nicht minder stressig. „Eigentlich wollte ich mich gerade für ein Testspiel um 14 Uhr umziehen – da kam die Nachricht vom Okay aus Innsbruck.“ Der rot-weiß-rote Last-Minute-Transfer, der sich bei Wacker für die U21-EM in Italien einspielen und empfehlen möchte, will einfach eine schöne und erfolgreiche Zeit in Tirol verbringen. Dafür wird sich Horvath nicht allzu lange mit Integration aufhalten müssen: Martin Harrer kennt er von den Austria Amateuren, Christian Klem von Sturm, Stefan Peric und Manuel Maranda vom U19-Nationalteam. „Und von Muhammed hab ich auch schon einiges gehört“, lächelt der 22-Jährige Richtung zweiter Neuzugang, „von unserem gemeinsamen Freund Valentino (Lazaro).“

Der musste zuerst einmal googeln, um sich von Innsbruck ein Bild machen zu können. „Aber nachdem der Klub und ich vom Interesse von Wacker gehört haben, musste ich nicht lange überlegen“, freut sich Muhammed Kiprit , der Jung-Stürmer von Hertha BSC (19), auf die für ihn große Herausforderung Bundesliga.

Zumindest bis Sommer. Dann wird sich weisen, ob sich eine Win-Win-Situation für alle Seiten ergeben hat. Wenn Kiprit gestärkt nach Berlin zurückkehren wird, Horvath in Italien aufzeigen kann. Und Wacker die Klasse halten konnte. „Dafür werden wir alles tun.“
Auf geht’s.