tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 03. März 2019

Gernot Gsellmann

Die „Festung“ bekam arge Risse

Dieser 30. September 2018 war ein gebrauchter Tag. Von An- bis Abpfiff. Die darauffolgenden 522 Kilometer zurück in Tirols Landeshauptstadt solche, die man auch aus dem Gedächtnis streichen möchte – wie ein sportlicher Trauerzug.

Die Innsbrucker standen nach dem 1:2 im Pappelstadion wie die Trottel’n da. Ein Ausschluss nach 56 Sekunden (Stefan Meusburger), ein Elfmeter (Patrik Eler) in Unterzahl bei 0:0 vergeben, eine direkte Ecke von einem Ex-Wackerianer (Rene Renner) zur Entscheidung kassiert. Mehr Schläge in die Magengrube gehen fast nicht!

Ein Schrei nach Rache.

„Dafür aber dürfen wir nicht mehr nur gefällig agieren, sondern müssen viel, viel zwingender werden“, fordert Karl Daxbacher. Was zuhause bisher jedoch zu selten gelungen ist: Wacker bzw. die Fans konnten am eigenen Grün nur dreimal jubeln. In neun Versuchen! Die frühere gefürchtete Festung Tivoli bekam 2018 arge Risse im Gemäuer.

Gut (und womöglich hilfreich) nur, dass die Mattersburger sich auf fremden Plätzen mit ihren bescheidenen zwei Erfolgen so wohl fühlen wie der Teufel in der Kirche ...