tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 04. März 2019

Gernot Gsellmann

Der Plan ging doch noch schief

2873 Fans. Schon die äußerlichen Vorzeichen ließen keine große Party in der närrischen Zeit zu. Doch nach Schlusspfiff wurde es im Tivoli erst richtig ruhig ...

... da sich Wacker mit den zwei Pleiten gegen Admira (0:3) und gestern gegen Mattersburg zwei Gegnern beugen musste, die eigentlich auf Augenhöhe sein müssten. „Das haben wir uns wirklich anders vorgestellt“, war auch Jubilar Christian Klem frustriert. Sein 200. Spiel im österreichischen Oberhaus ging kräftig in die schwarzgrüne Hose. „Wir hatten unseren Plan, den wir lange gut durchgezogen haben. Auch mit ein wenig Glück in der ersten Spielhälfte.“ Das in der 75. Minute aber endgültig restlos aufgebraucht war. So konnten nur drei Ex-Innsbrucker jubeln: Rene Renner, der eingewechselte Andreas Kuen und natürlich Klaus Schmidt. „Wir wussten, dass uns Wacker die eine oder andere Chance noch geben wird – daher ist für uns alles aufgegangen.“ Damit holten sich die Burgenländer – wie auch Admira – alle sechs Punkte aus den Duellen mit Wacker. „Das tut gut. Aber im unteren Playoff beginnt alles von Neuem.“

Ob dann Karl Daxbacher immer noch auf der Innsbrucker Betreuerbank sitzen wird, weiß wohl einzig und alleine Sportboss Alfred Hörtnagl – der das Stadion jedoch wortlos verließ.

Denn alleine die nächsten zwei Kontrahenten verheißen für den Aufsteiger und seinen Coach nichts Gutes: Am kommenden Sonntag in Pasching gegen den bärenstarken LASK, anschließend gegen Champion Salzburg! Da sind die Durchhalte-Parolen der Spieler wie Zlatko Dedic („schnell abhaken“) oder Murat Satin („es bringt uns jetzt nichts zu jammern, wir brauchen Punkte“) wohl nur schwer umzusetzen. Obwohl im vergangenen Herbst aus diesen Partien vier Zähler ergattert wurden. Ein zweites Mal? Kaum vorstellbar.