tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 05. März 2019

Gernot Gsellmann

Die Zeichen stehen auf Abschied des „Sirs“!

Kein Punkt, kein Treffer, schwache Darbietungen gegen Gegner auf Augenhöhe (Admira und Mattersburg) – der Aufsteiger wacke(r)lt dem unteren Playoff entgegen! Ohne Selbstvertrauen. „Wir werden jetzt nicht in Aktionismus verfallen“, lässt Sportboss Alfred Hörtnagl wissen, „aber die Situation müssen wir genau analysieren!“ Klingt für den Coach nicht gut.

Karl Daxbacher gab nach dem bitteren 0:1 gegen Klaus Schmidts Mattersburg zwei Tage frei. Abstand gewinnen, Akkus aufladen. Ob der 65-jährige Meistermacher am Mittwoch am schwarzgrünen Trainingsplatz stehen wird, ist jedoch fraglich. Eher wird Daxbacher seinen baldigen 66er gemütlich in seinem Garten in Statzendorf nahe St. Pölten verbringen können ...

... denn nach 779 Tagen, 78 Pflichtspielen, 37 Siegen und dem Erste-Liga-Titel 2017/18 neigt sich die Zusammenarbeit zwischen Wacker und dem „Sir“ dem Ende zu! Gestern Vormittag traf sich der operative Vorstand zum Gespräch – Gerhard Stocker, Joachim Jamnig, Peter Margreiter, Thomas Kerle, Felix Kozubek und Alfred Hörtnagl. Danach soll nun der Sportboss eine exakte Bestandsaufnahme durchführen, sich ein Bild von der Stimmung innerhalb der Mannschaft machen. Wie es bereits einmal im Herbst gemacht wurde.

Kaum eine zweite Chance

Nachdem Daxbachers Vertrag im Sommer ohnehin ausläuft, Hörtnagl nicht verlängern will, ist eine frühere Trennung hochwahrscheinlich. Zumal mit Thomas Grumser ohnehin Hörtnagls Nachfolge-Favorit in den Startlöchern steht – da er durch seine Zugehörigkeit im UEFA-Pro-Lizenz-Kurs auch offiziell Bundesliga-Trainer sein darf.

P.S.: Fix ist dagegen, dass die Lizenz-Unterlagen gestern kurz vor 17 Uhr der Bundesliga übermittelt wurden.