tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 06. März 2019

Gernot Gsellmann

Karl ging wie ein echter „Sir“

> Die Spatzen pfiffen es spätestens seit dem 0:1 gegen Mattersburg vom Tivoli-Dach: Karl Daxbacher wurde gestern von Wacker Innsbruck freigestellt > Thomas Grumser auf dem schwarzgrünen Trainer-Sessel

Gestern gegen „High Noon“ platzte die Bombe – die eigentlich schon seit Sonntag Abend keine mehr war: Karl Daxbacher und der Aufsteiger aus Innsbruck gehen in Zukunft getrennte Wege!

„Die Entscheidung kam nicht wirklich überraschend – auch wenn sie dich in diesem Moment natürlich trifft.“ Der 65-Jährige aus Statzendorf nahm die Trennung gefasst auf. „Für mich war es eine unheimlich positive Zeit in meiner Trainer-Karriere. Der Aufstieg mit Wacker hat einen extrem hohen Stellenwert für mich!“ Nach dem Sechs-Augen-Gespräch zwischen Präsident Gerhard Stocker und Sportboss Alfred Hörtnagl wurde der Chef-Trainer freigestellt. „Trotzdem: Ich hatte mit allen Beteiligten, vom Zeugwart über die Spieler bis zu Ali, immer eine gute Zusammenarbeit. Ein vertrauensvolles Verhältnis. Das wird bleiben.“

Kein leichter Schritt

Für Hörtnagl war die Freistellung ein schwerer Schritt. „Aber nach genauer Analyse, in dieser sehr schwierigen sportlichen Situation wollten wir einen neuen Reiz für die Mannschaft setzen.“ In Person von Thomas Grumser: Der Amateure-Coach wird heute sein erstes Training leiten, soll Wacker – hoffentlich erfolgreich – durch den Abstiegskampf führen.

Für Daxbacher heißt der Abschied aus Tirol nicht definitiv das Ende seiner Karriere: „Auch Jupp Heynckes kam mit 71 Jahren zurück.“ Da hat er noch genügend Zeit.