tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 06. März 2019

Gernot Gsellmann

Leider Angst statt viel Mut

Nicht durch die Hintertür der Tivoli-Katakomben, sondern mit erhobenem Haupt wird bzw. kann Karl Daxbacher Innsbruck und den Traditionsklub verlassen. Sich zuvor heute von seiner Mannschaft – auch wenn ihm am Schluss nicht mehr alle bedingungslos folgten – in einer letzten Ansprache verabschieden.

Diese Entlassung war gestern keine normale, sondern eine respektvolle. Was in dem schnelllebigen Fußball-Geschäft nicht mehr alltäglich ist. Für Daxbacher in der Vergangenheit nicht beim LASK und seiner Austria (als Aktiver von 1971 bis 1985), erst recht nicht in St. Pölten. Genauso aber hat es sich „Daxi“ nach 126 Punkten für Wacker verdient – zumal der Verein dem dreifachen Meistermacher die Rückkehr in den „richtigen Fußball“, ins Oberhaus, verdankt. Aber die Fußball-Weisheit „Die Mannschaft erntet den Erfolg, der Trainer den Misserfolg“ bewahrheitete sich auch beim Aufsteiger. Trotzdem: Die Entlassung hat ihre Berechtigung, da die ersten Spiele im Frühjahr für die bevorstehende Qualifikationsrunde, für den Überlebenskampf, nicht Mut machten, sondern eher viel Angst verbreiteten.

Und die hemmt bekanntlich die Beine, gräbt sich tief in die Psyche ein. Und das kann Wacker bis Ende Mai überhaupt nicht gebrauchen.