tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 06. März 2019

t.w.

Ein Feuerlöscher mit dem gewissen Extra

Wenn es beim FC Wacker brennt, trägt der Feuerlöscher meist einen Namen: Schon im Herbst 2016 stabilisierte Thomas Grumser nach dem Missverständnis Maurizio Jacobacci einen strauchelnden Klub. Zurück im zweiten Glied nahm der Tiroler mit Wacker II - allen Unkenrufen zum Trotz - das Abenteuer 2.Liga in Angriff, um die schwarzgrünen Fohlen als eines der jüngsten Teams ins Tabellenmittelfeld zu führen. Nach dem Fehlstart der Bundesliga-Mannschaft soll Grumser nun also die Mission Klassenerhalt erfüllen.

An den Qualitäten des 39-Jährigen gibt es kaum Zweifel: Grumser zeichnet nicht nur seine konsequente Linie, sondern auch eine beeindruckende Analysefähigkeit aus. Außerdem kennt er das Vereinsumfeld und lebt und atmet den Sport, der ihm so viel bedeutet. Als Teenager hatte ihn Didi Constantini als "Juwel" vorgestellt. Ein Versprechen, das er nicht ganz einlösen konnte - auch wenn der Mittelfeld-Spieler auf dem Weg zum FC-Tirol-Meistertitel 2000 mit dem Siegtreffer gegen Lustenau auffiel. Später sollte den Reichenauer sein Weg nach Wattens, Wörgl und Untersiebenbrunn führen.

Seine Trainerlaufbahn startete der zweifache Familienvater (Söhne Max/10 Jahre und Noah/5) im Wattens-Nachwuchs, bevor Werner Löberbauer ihn zum Co-Trainer von Wacker II beförderte. 2013 übernahm Grumser dann fix. Dabei präsentierte sich der Ex-Profi als Talenteförderer: Ist der Innsbrucker von einem Akteur überzeugt, schreitet er für ihn durchs Feuer. Aktuell absolviert er den UEFA-Pro-Lizenz-Kurs. Damit darf Grumser auch offiziell Bundesliga-Trainer sein. Ein Traum, der für den 79er-Jahrgang nun in Erfüllung geht und auch für Tiroler Talente eine gute Nachricht darstellen könnte.