tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 06. März 2019

Wolfgang Müller

Daxbacher vom Abstiegskampf befreit

Nach den Niederlagen gegen die Admira und Mattersburg trennte sich der FC Wacker Innsbruck gestern von Aufstiegs-Trainer Karl Daxbacher und übergab das sportliche Ruder früher als geplant an Thomas Grumser.

Innsbruck - Der Abschluss der sportlichen Analyse beim FC Wacker war gleichzeitig das Ende der Trainerära von Karl Daxbacher beim Tiroler Traditionsklub. "In den letzten Spielen hat sich ein Trend bemerkbar gemacht, der uns dazu veranlasst hat, die sportliche Situation genau zu durchleuchten. Nach mehreren Gesprächen sind wir zum Schluss gekommen, dass wir durch einen Trainerwechsel einen Impuls setzen wollen. Wir haben uns diese Entscheidung nicht leichtgemacht, sind aber davon überzeugt, dass es der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt ist", erklärte Alfred Hörtnagl, der zusammen mit FCW-Obmann Gerhard Stocker gestern Vormittag Karl Daxbacher von seiner Freistellung im kommenden Abstiegskampf in Kenntnis setzte. Thomas Grumser soll den Tabellenzehnten wieder auf die Erfolgsstraße führen, der 39-Jährige war der "logische Nachfolger", coachte bis zuletzt das Zweierteam der Tiroler in der zweiten Liga und wurde im Hintergrund als potenzieller Daxbacher-Nachfolger aufgebaut. Der Wechsel an der Spitze kam nun aber doch früher als ursprünglich geplant. Florian Schwarz bleibt Co-Trainer der Profimannschaft. Grumsers Nachfolger bei der zweiten Mannschaft wird heute bekannt gegeben.

"Ich hätte es mir schon noch zugetraut, den FC Wacker in der Liga zu halten. Aber ich akzeptiere die Entscheidung", reagierte Daxbacher gestern gefasst auf seine Dienstfreistellung und bedankte sich gleichzeitig für die "mustergültige Zusammenarbeit" in seinem Betreuerteam. "Meine Zeit in Tirol wird immer einen hohen Stellenwert behalten. Ich wünsche der Mannschaft, dass sie den Klassenerhalt schafft und damit gleichzeitig ein weiterer Schritt in der Entwicklung des Klubs gemacht wird."

Vor dem heutigen Training verabschiedet sich der 65-Jährige von seinen Kickern, die Einheit auf dem Platz wird dann schon von Grumser geleitet. Das passende Schlusswort in der Causa Trainerwechsel liefert Sportchef Hörtnagl: "Mit dem Aufstieg hat Karl Daxbacher ein Kapitel Wacker-Geschichte geschrieben. Das wird ewig bleiben."