tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 07. März 2019

Gernot Gsellmann

Beim Spielstil gibt’s keine Kompromisse

> Vertrauens-Vorschuss ist groß: Thomas Grumser erhielt von Wacker einen Vertrag bis Sommer 2021 > Der 39-Jährige will schnell richtige Grundordnung fürs Team finden – damit Erfolg wieder zurückkommt!

Wieder zurück auf der Kommandobrücke der Profis – wie fühlt es sich an?

Gut! Vor allem mit dem Gefühl, dass alle hinter mir und meinem Trainerteam stehen. Das Vertrauen des Vereins war mir immer wichtig.

Der Unterschied zu 2016, als du für zehn Erste-Liga-Spiele (fünf Siege, vier Remis, eine Niederlage) verantwortlich warst, ist, dass du nun Chef- statt Interimstrainer bist.

Was mir nicht so wichtig ist. Die Situationen sind ja auch schwer zu vergleichen, da auch die Struktur in der Mannschaft eine neue ist. Ich will jetzt mit allen zusammen einfach eine gute Arbeit abliefern.

Wie soll das mit der aktuell sehr verunsicherten Mannschaft gelingen?

Eines vorweg: Karl (Anm.: Daxbacher) hat richtig gute Arbeit geleistet, hat mit dem Bundesliga-Aufstieg das erreicht, was alle wollten. Zurück zur Frage: Ich bin von unserem Prinzip, jenem des gesamten Trainerstabs, und von dem Spielstil, den wir praktizieren wollen, überzeugt. Da wird es keine Kompromisse geben.

Was nur heißen kann, dass auch das defensive, oft kontraproduktive, aber im Spätherbst auch erfolgreiche 5-3-2-System in Innsbruck ad acta gelegt wird?

Wir wollen geschlossen agieren, nach vorne verteidigen, mutig auftreten. Ob im 4-1-4-1, 4-3-3 oder 3-4-3. Der Gegner soll, ob zuhause oder auswärts, unter Druck kommen, ohne jedoch naiv zu werden.

Wirst du auch von deinen erfolgreichen Amateuren Spieler hochziehen?

Horuck-Aktionen gibt es keine. Auch wenn ich die Profi-Mannschaft von Videos und Partien im Tivoli kenne – ich muss mir von den 25 Charakteren unterschiedlicher Ausbildung ein Bild machen.

Du wirst mit dem Tabellenzweiten LASK und der Übermannschaft aus Salzburg wohl das schwerste Bundesliga-Startprogramm eines Trainers haben, was man sich vorstellen kann ...

So ist das Geschäft eben – aber das wollte ich! Die Herausforderung ist, mit der Mannschaft den hoffentlich richtigen Weg einzuschlagen. Daher ist es mir auch egal, gegen wen du spielst.