tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 08. März 2019

Gernot Gsellmann

Die Jungen sind leider die Opfer

Jetzt ist es ihm zum dritten Mal in seinem Leben passiert, dem „Sir Karl“: In Linz, in St. Pölten, in Innsbruck. Im Sommer nach dem Aufstieg gefeiert, im Winter vor die Tür gesetzt. Vielleicht kein Zufall, diese Wiederholung – seltsam ist es aber allemal.

Und sicher ist: Was immer jetzt gegen Karl Daxbacher gesagt oder geschrieben wird, ist falsch. Er war genau der Richtige für Wacker. Er hat das geschafft, woran vorher Jüngere gescheitert sind. Er hat Ruhe in einen äußerst unruhigen Klub gebracht. Und er hat selbst im Herbst mit der 5er-Ketten-Taktik das getan, was die Mannschaft gebraucht hat. Sonst wär’ man eh schon länger auf dem letzten Platz.

Das ist jetzt keine Kritik an der Ablöse von Daxbacher, nur an gewissen Aussagen. Dass „General“ Ali Hörtnagl schnell schießen kann, ist nichts Neues. Möglicherweise braucht die Truppe ja wirklich neue Energie.

Es stellt sich aber halt die Frage, ob dieser Wechsel nach Ende des Grunddurchganges nicht auch möglich gewesen wäre. Mit den zwei Startspielen gegen LASK und Salzburg hat man’s Thommy Grumser nicht gerade leicht gemacht. Und mit einer Woche mehr hätte man eventuell sogar den Amateure-Trainer nachbesetzen können. Derzeit sind’s ja die Jungen, die die Änderung büßen müssen.