tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 09. März 2019

Wolfgang Müller

Grumser setzt bei Debüt auf Mut zur Offensive

Beim morgigen LASK-Gastspiel hat FC Wackers neuer Trainer die "Qual der Wahl", denn bis auf Florian Buchacher sind alle Kaderspieler fit.

Innsbruck - Klare Ansagen, sachliche Analyse, unaufgeregt, keine Spur von Nervenflattern - wer glaubt, dass die vorzeitige Beförderung auf den Cheftrainerposten beim FC Wacker bei Thomas Grumser auf den Blutdruck schlägt, wird schnell eines Besseren belehrt. Der erst 39-Jährige, der seit Dienstag die Bundesligamannschaft der Schwarzgrünen coacht, gibt sich vor seinem Debüt am Sonntag beim Tabellenzweiten LASK wie ein "alter Hase". Erstens kennt er die Situation von seiner ebenso interimistischen wie erfolgreichen Ära im Herbst 2016, zweitens kennt er alles um den FC Wacker in- und auswendig, drittens hat er als Coach der zweiten Mannschaft genügend Erfahrung gesammelt. Viertens sei aber auch erwähnt, dass selbst ein Thomas Grumser nicht zaubern kann und auch für ihn als "Jungspund" im Trainergeschäft die Gesetze des Fußballs gelten.

"Durch den Wechsel wurde innerhalb der Mannschaft neues Feuer entfacht, das merkt man auch im Training", bestätigt Christopher Knett, der im Verlauf seiner Karriere die dritte Trainerablöse erlebt. "Das ist im Fußball so. Ob es die richtige Entscheidung war, werden die künftigen Auftritte zeigen", sieht der FCW-Goalie die Situation professionell und bestätigte, dass in den letzten Tagen viel an neuen "Inputs" auf die Mannschaft einprasselte, die es zu verarbeiten gilt.

Als krasser Außenseiter laufen die Tiroler morgen in Pasching auf das Feld. Was Grumser nicht davon abhält, auch gegen den Tabellenzweiten LASK auf seine Prinzipien zu pochen: "Mut zur Offensive, auch gegen starke Gegner Druck ausüben." Der Fokus in der Vorbereitung wird nicht zu sehr auf den Gegner, sondern auf die eigenen Begehrlichkeiten gerichtet. Vor dem gestrigen Training stand eine Videoanalyse auf dem Programm, danach ging es auf dem Rasen zu Sache. Bis auf Flo Buchacher steht ihm der gesamte Kader zur Verfügung. Manuel Maranda und Karim Conte spielen heute bei der zweiten Mannschaft. Wann und wie sich der Trainereffekt einstellt, wird sich bei den Ligaauftritten zeigen. Zeit bleibt nicht viel, denn im Abstiegskampf zählen nur Punkte.