tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 11. März 2019

Wolfgang Müller

Wacker nach Grumser-Debüt Letzter

Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Thomas Grumser bezog der FC Wacker gestern gegen den Tabellenzweiten LASK eine 0:2-Niederlage und übernahm damit die rote Laterne des Liga-Schlusslichts.

Pasching - Die Negativserie des FC Wacker wurde gestern mit der 0:2-Niederlage beim LASK fortgesetzt. Auch unter dem neuen Trainer Thomas Grumser konnte das Punktekonto nicht aufgebessert werden. Im Gegenteil - die Tiroler liegen nach der 21. Runde sogar am Tabellenende. Dafür hatte der LASK Grund zum Jubeln - die Linzer feierten den fünften Pflichtspielsieg in Serie, den vierten in diesem Kalenderjahr. Der Rückstand des Tabellenzweiten auf Spitzenreiter Red Bull Salzburg beträgt eine Runde vor Ende des Grunddurchganges sieben Zähler. Die Tore vor 5521 Zuschauern erzielten Thomas Goiginger (9.) und Reinhold Ranftl (65.).

Sturmwarnung war in Pasching angesagt, was schon irgendwie zum Vorhaben der Tiroler passte. Mutig, aggressiv und auch offensiv wollte Grumser seine Mannschaft beim Favoriten sehen. Das System wurde umgekrempelt, die Schwarzgrünen liefen mit einer 4/3/3-Formation auf. Michael Schimpelsberger feierte in der Vierer-Abwehrkette ein Comeback, im Dreier-Mittelfeld sollten Bryan Henning, Murat Satin und Kapitän Roman Kerschbaum für Ordnung sorgen und vorne Ilkay Durmus, Zlatko Dedic und Sascha Horvath wirbeln. Die Anfangsphase verlief auch vielversprechend: Dedic richtete Thomas Michorl bereits nach fünf Sekunden aus, dass es für die Linzer schmerzhaft werden könnte.

Doch so mutig der Plan auch war, nach zehn Minuten jubelten bereits die Oberösterreicher. FCW-Abwehrchef Matthias Maak patzte fürchterlich, Thomas Goiginger nahm das Geschenk dankend an und bezwang Christopher Knett trocken zur 1:0-Führung. Dass der Wind stärker wurde und es auch noch zu regnen begann, passte ins Bild. Nach einer kurzen Schockstarre fingen sich die Schwarzgrünen und kamen durch Dedic (21.) nach Vorlage von Satin zur Ausgleichschance. Bis zum Seitenwechsel übernahmen dann Sturmböen und Starkregen das Kommando, der Pausenpfiff bei knapp 63 Prozent FCW-Ballbesitz war zunächst für alle eine kurzfristige Erlösung.

Das Wetter wurde wieder besser, die Innsbrucker waren ebenbürtig. Dedic (50.) prüfte LASK-Goalie Alexander Schlager, die Linzer waren überhaupt nicht so dominierend, wie es die Tabellenplatzierung vermuten hätte lassen. Dafür waren die Schützlinge von Oliver Glasner eben höchst effektiv. Reinhold Ranftl (64.) bedankte sich für ein weiteres Geschenk der FCW-Defensive mit dem vorentscheidenden 2:0. In der Folge war es Knett zu verdanken, dass sich der Rückstand in Grenzen hielt. Gegen den starken Neo-ÖFB-Teamspieler Goiginger bewies er sein Können (66., 70.). Die Innsbrucker gaben nicht auf und drängten auf den Anschlusstreffer. Ein Kerschbaum-Freistoß (84.) landete im Außennetz. Am Ende blieb es beim 2:0 für den LASK. "Wieder eine Niederlage, die ärgert. Wir haben unter dem neuen Coach in kurzer Zeit viel gut umgesetzt und werden hart weiterarbeiten", erklärte FCW-Tormann Knett vor der Heimreise nach Tirol kämpferisch.