tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 11. März 2019

Gernot Gsellmann

Für die Geschenke gab’s Rote Laterne!

Wacker Innsbruck bescherte Thomas Grumser ein schwer verdaubares Debüt auf der schwarzgrünen Trainer-Bank – weil zwei individuelle Fehler dem Tabellenzweiten LASK das Siegen leicht gemacht haben!

Runde für Runde (zumindest im Frühjahr) grüßt das Murmeltier – das wird sich Thomas Grumser bei seiner Premiere nach rund neun Minuten gedacht haben. Denn seine Überlegungen, seine ausgeklügelte Taktik waren nach nur kürzester Zeit ad absurdum geführt ...

... da sich Wackers Defensive zum wiederholten Male Blackouts, dilettantische Fehler leistete. Als ob dies die Top-Mannschaft aus Linz nötig hätte!
Die erste zirkusreife Einlage brachte Wacker in Pasching mit 0:1 in Rückstand: Auch wenn für Abwehr-Boss Matthias Maak der Wind störend war, auch wenn Thomas Goiginger ihn bedrängte – sein Luftloch bei einem Klärungsversuch war unerklärlich. Der Linzer Stürmer hatte so nur mehr Goalie Christopher Knett vor sich, dem er keine Chance ließ (1:0/9.) ...

Damit startete Grumsers zweite Ära mit einem großen Handicap. Der Neo-Coach, der die Mannschaft kräftig umkrempelte (Durmus, Horvath, Kerschbaum und Schimpelsberger neu im Team), der mit einem 4-3-3 den LASK beschäftigen wollte, sah eine ausgeglichene Partie. Die jedoch immer schwieriger wurde, weil nach einer halben Stunde Sturm-Böen mit heftigem Regen in die TWG-Arena zogen.

Offener Schlagabtausch

Wacker fand trotzdem seinen Rhythmus, ließ nach dem 0:1 kaum was zu. Und deutete wenigstens in einigen Situationen seine Gefährlichkeit (Dedic ans Außennetz/21., Stangl von Henning auf Dedic kam aber nicht an/44.) an. Die größte Ausgleichschance fand Zlatko Dedic vor – doch sein Schuss von der Strafraumgrenze wurde von Schlager mit den Fingerspitzen zur Ecke abgewehrt (50.).

Nächster Nackenschlag

Doch die Schwarzgrünen brachten sich selbst auf die Verliererstraße – weil sie ein zweites Geschenk verteilten: Knetts ungenauer Pass konnte Kerschbaum nicht kontrollieren, Ranftl sagte aus vollem Lauf und gefühlvoll danke (2:0/64.).
Das war’s, weil Innsbruck nicht mehr zulegen konnte. Und mit der dritten Pleite im Frühjahr, bei 0:6-Torverhältnis, hängt seit gestern die Rote Laterne wieder im Tivoli-Stadion ...