tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 12. März 2019

pn, floh

Dem FC Wacker droht eine böse Überraschung

Routinemäßige Finanzprüfung der Jahre 2013 bis 2017: Noch sind nicht alle Fragen beantwortet, Nachforderung von 130.000 € droht.

Innsbruck - In den vergangenen Wochen gab es mehrer­e Besprechungen zwischen dem Finanzamt, der Tiroler Gebietskrankenkasse und den Verantwortlichen des FC Wacker Innsbruck bzw. dessen Steuerberater. Dabei ging es vorwiegend um mögliche Rück- bzw. Nachzahlungen, unter die Lupe genommen wurden die Jahre 2013 bis 2017. Es ergaben sich einige Fragen, zu denen nicht zuletzt Spieler dieses Zeitraums Rede und Antwort stehen mussten.

Aufklärungsbedarf bestand zum einen rund um den Transfer von Marcel Schreter zu Austria Lustenau (2013), auch diverse Reiseaufwandsentschädigungen wurden genau analysiert. Die Prüfung ist noch nicht endgültig abgeschlossen, doch in Summe dürfte dem Innsbrucker Traditionsverein eine Nachzahlung von rund 130.000 Euro drohen: 90.000 Euro soll die Forderung der Finanz betragen, 40.000 jene der Gebietskrankenkasse.

Auf Nachfrage hieß es aus dem Verein: "Eine GPLA-Prüfung ist erstmal nichts Außergewöhnliches, sondern eine routinemäßige Sache, die jährlich bei Hunderten Tiroler Firmen stichprobenmäßig stattfindet." Da ein Großteil dieser Zeit nicht in den Verantwortungsbereich der derzeitigen Vereinsführung falle und in dieser Periode auch noch die Ausgliederung des Profibetriebs in eine GmbH stattgefunden habe, sei damit ein hoher administrativer Aufwand verbunden. "Da es sich um eine laufende Prüfung handelt, müssen wir erstmal das Ergebnis abwarten. Fakt ist, dass wir intensiv mit den Prüfern zusammenarbeiten und bestrebt sind, allfällige formelle Fehler der Vergangenheit zukünftig zu vermeiden."

Präsident Gerhard Stocker verweist auf Anfrage auf das Bemühen, den Klub in sicher­e Gewässer zu führen: "90 Prozent hielten es nicht für möglich, dass wir da stehen, wo wir jetzt sind." Man werde alles tun, um "diesen Kurs beizubehalten".