tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 15. März 2019

Gernot Gsellmann

„Spickzettel – nein, den hab ich im Kopf“

Seit acht Tagen vereint – die Profis von Wacker Innsbruck & Thomas Grumser. Dabei wurde einiges verändert. Auf und neben dem Platz. „Der Trainer hat angesprochen, was ihm nicht passt“, gesteht Christopher Knett, „wir waren damit einverstanden.“ Kleinigkeiten, die (vielleicht) Erfolg bringen sollen. Wie beim Keeper ...

Wackers Goalie bereitet sich penibel auf jede Partie vor. Vor allem bei den möglichen Elferschützen: „Da schauen wir gemeinsam, wer wohin schießt.“ Auf einen Spickzettel verzichtet der 28-jährige Wiener, „den hab ich im Kopf“. Und wie! Mit drei gehaltenen Strafstößen ist Knett nicht nur die unumstrittene Nummer 1 in Österreich, sondern hat alleine gleich viele wie die restlichen elf Bundesliga-Keeper in der laufenden Saison entschärft: drei. Gegen Matic (Austria), Tadic (Hartberg) und Liendl (Wolfsberg). „In solchen Situationen haben wir Goalies ja auch nichts zu verlieren.“ Seine drei Paraden retteten Wacker bereits stattliche drei Punkte.

Apropos penibel bzw. akribisch. So geht auch Thomas Grumser, der Nachfolger von Karl Daxbacher, vor. Auf, aber auch neben dem Platz. In der Kabine sah der Neo-Coach zuviel „Laissez faire“. „Das gehört zur Disziplin wie viele andere Sachen, die Struktur muss passen“, vermittelte Grumser seiner Truppe. Und die akzeptierte. „Wir haben es vielleicht wirklich etwas schleifen lassen in der jüngsten Vergangenheit“, unterstützt Wackers Keeper die Vorgangsweise, „es sind Details, die uns vielleicht auch wieder die Sinne schärfen.“

Was am kommenden Sonntag (17 Uhr) in jeder Zehntelsekunde wichtig sein wird. Denn gegen Salzburgs Bullen kann jeder noch so kleine Aussetzer verhängnisvoll sein. „Wir hatten wieder einige Tage Zeit, das System zu intensivieren, die Abläufe individuell einzustudieren. Das wird uns weiter helfen.“ Im Notfall muss Knett möglicherweise eben wieder zum Helden avancieren ...