tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 16. März 2019

Wolfgang Müller

„Rückkehr ins Tivoli ist etwas Spezielles“

Innsbruck - Am 20. Oktober jubelte Albert Vallci noch im schwarzgrünen Dress nach dem 1:1 in der Bullen-Arena über einen Punkt für den FC Wacker beim regierenden Meister, morgen zieht sich der Steirer in der Gäste-Kabine im Tivoli um. "Die Rückkehr nach Innsbruck ist schon etwas Spezielles. Schließlich habe ich viele gute Freunde hier, blicke auf eine schöne Zeit zurück und hoffe, dass ich zu Einsatzminuten komme. Das würde mir am meisten taugen", freut sich Vallci schon auf das Duell als Salzburg-Profi gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber.

Im Winter übersiedelte der Verteidiger zu den Bullen und hat den Schritt bis dato nicht bereut. Im Gegenteil. Im letzten Meisterschaftsspiel gegen Sturm stand er 90 Minuten in der Innenverteidigung auf dem Platz, zuletzt fieberte er bei der Europa-League-Gala gegen Napoli auf der Bank mit. "Wir haben bis zum Schluss gekämpft und den Fans einen tollen Abend bereitet", zollte der 23-Jährige seinen Kollegen Lob. Dass die Bullen nach dem Kraftakt gegen Napoli das Spiel im Tivoli auf die leichte Schulter nehmen könnten, kostet Vallci nur ein mitleidiges Lächeln: "Sicher nicht. Die Konzentration liegt jetzt voll auf dem Titelkampf. Wir wiegen uns noch längst nicht in Sicherheit, denn der LASK ist nicht zu unterschätzen."

Der FC Wacker war für Vallci nicht nur ein Sprungbrett Richtung Salzburg, sondern auch eine wichtige Station für eine Teamkarriere. Die Verbände Albaniens und des Kosovo fragten schon an, ob er nicht in einem dieser Nationalteams verteidigen wolle. "Ich bin gebürtiger Österreicher. Mein Vater kommt aus dem Kosovo. Die Anfragen sind eine Ehre für mich, doch ich will mich bis zum Sommer voll und ganz auf Salzburg konzentrieren", will sich der "Bertl" noch nicht festlegen und freut sich zunächst auf die Bullen-"Dienstreise" nach Tirol.