tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 16. März 2019

Gernot Gsellmann

„Wir brauchen den perfekten Tag“

Die schwarzgrüne „Lebensversicherung“ träumt von der Überraschung am Sonntag (17): „Wir haben schon gezeigt, dass wir gegen die Besten mithalten können“, hofft Zlatko Dedic auf nächsten Salzburg-Coup

Sitzt er nur auf der Bank oder Tribüne, spielt offensiv fast keine Musik. Bei Wacker Innsbruck. Noch ist der Aufsteiger (zu) sehr abhängig von Zlatko Dedic.

Der 34-jährige Slowene, der in der Woche die ein oder andere Trainingseinheit wegen zu hoher Belastung auslassen muss, zeigte in den ersten, erfolglosen drei Frühjahrsrunden als einer der wenigen im schwarzgrünen Dress Normalform. „Diese Niederlagen sind nicht angenehm – aber wir werden ab jetzt unser anderes Gesicht zeigen!“ In den verbleibenden elf Spielen.

Wobei das erste davon eigentlich eine „Bonus-Partie“ sein wird: Denn wer bitte rechnet sich gegen die übermächtigen Salzburger, die Champions-League-Klub Napoli 3:1 besiegten, morgen wirklich etwas aus?

Na klar, Dedic!

„Im Herbst haben wir gegen Top-Klubs wie LASK oder die Bullen bewiesen, dass wir mithalten können. Und sollten uns viele Fans am Sonntag unterstützen – dann ist eine Wiederholung möglich.“ Beim 1:1 in Salzburg waren es gerade mal 200 Anhänger ...

... auch wenn Dedic den extrem starken Europa-League-Auftritt der Rose-Elf im TV nicht verfolgen konnte, die Schwere der Aufgabe ist dem Goalgetter auch so bewusst. „Die Fehler, die wir in der Vergangenheit gemacht haben, dürfen uns nicht mehr unterlaufen. Nicht nur in diesem Spiel. Dazu müssen wir mutig, selbstbewusst sein, müssen einen perfekten Tag haben.“ Nur: Wie man das Tempo, die Taktik des Bundesliga-Krösus in den Griff bekommen will, ist fraglich.

Dem Zufall wird nichts überlassen – daher lädt Coach Thomas Grumser auch zur täglichen Video-Analyse. Im neuen Vereinsheim, das morgen offiziell um 15.30 Uhr eröffnet werden wird. Und das an Spieltagen den Anhängern zur Verfügung stehen wird. „Trotzdem: Wir wollen unser Spiel durchziehen, uns nicht allzu viel dem Gegner anpassen“, versucht Wackers Trainer den Mut und das Selbstbewusstsein, soweit es beim Schlusslicht vorhanden ist, vorzuleben. Auch wenn dies gegen Salzburg ein wenig diffizil werden wird!