tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 06. April 2019

Gernot Gsellmann

Die „Pflanzerei“ muss enden

Die halten ihn ganz schön auf Trab. Den Ex-Grünweißen, der sein Herz aber aktuell ausschließlich in Schwarzgrün schlagen lässt: Die kleine Leonie und Bruder Elias.

Michael Schimpelsberger, Wacker Innsbrucks Defensiv-Mann auf der rechten Außenbahn, will heute Rapid richtig auf Trab halten. Oder fußballtechnisch eleganter formuliert: Unter Druck. „Es wäre an der Zeit, auch mal gegen die Hütteldorfer anzuschreiben.“ Was in dieser Bundesliga-Saison zweimal misslang.

Vielleicht kann der Oberösterreicher, der fünfeinhalb Jahre (von 2011 bis 2016) den Dress des Rekordmeisters trug, dafür bei Coach Thomas Grumser mit Infos aushelfen. „Kaum. Denn von der Mannschaft, mit der ich aufgelaufen bin, sind nicht mehr viele übrig.“ Außer seinem Spezl Mario Sonnleitner. „Und aus dem quetsch ich auch nicht allzu viel heraus ... “

Schon eher ist heute das Unmögliche möglich: Ein Tor von Schimpelsberger. Der jedoch noch nie in der Bundesliga und/oder Zweiten Liga getroffen hat! In 124 (68 bzw. 56) Meisterschaftspartien nicht! „Ich werd’ in der Kabine schon längst gepflanzt, vor allem vom Maaki: Der hört sicher ohne ein eigenes erzieltes Tor auf ... “ Der 28-Jährige nimmt’s mit Humor: „Vielleicht ja kann ich diesen Fluch ausgerechnet gegen Rapid beenden. Das wäre natürlich ein Traum.“ Doch viel wichtiger wäre dem Zwillings-Papa ein Sieg über den Wiener Erzrivalen. „Ich bin ja fürs Toreschießen ohnehin nicht zuständig, das sind andere. Ich muss mit meinen Kollegen eben versuchen, möglichst die Null zu halten.“
Das eine schließt bekanntlich das andere niemals aus.

Und außerdem: Der Mann ohne den (großen) Killerinstinkt sollte sich langsam aber sicher vielleicht doch mal beim erfolgreichen Abschluss versuchen. Nicht, dass er seine Premiere erst feiert, wenn Leonie und Elias eingeschult werden. Fünfeinhalb Jahre, das wäre des (Un)Guten wohl zuviel ...