tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 13. April 2019

Wolfgang Müller

„Grünes Licht“ für die Tiroler Klubs

Innsbruck - Gute Nachrichten für die Tiroler Bundesligaklubs aus Wien - der Senat 5 der österreichischen Fußball-Bundesliga erteilte dem FC Wacker und der WSG Wattens die Lizenz für die Saison 2019/20. Zwei Vereinen wurde die Zulassung verweigert: Zweitligist Austria Klagenfurt und der aufstiegswillige Regionalligist FC Mauerwerk erhielten in erster Instanz keine Spielgenehmigung für die neue Saison.

Aus der Bundesliga haben vier Clubs die Lizenz nur unter Auflagen erhalten. Austria Wien muss das Budget überarbeiten und bis 15. Oktober einen Liquiditätsplan für die kommende Saison erstellen. Admira, der FC Wacker und SKN St. Pölten müssen eine quartalsmäßige Reorganisationsüberprüfung, die Innsbrucker zudem eine monatliche Liquiditätsberichterstattung abliefern. "Kaufmännisch haben wir alles im Griff, darum haben wir die Lizenz erhalten. Über das Wie müssen wir noch reden", meldete sich FCW-Obmann Gerhard Stocker aus Wien. Die monatliche Berichterstattung sieht Stocker gelassen: "Dass wir Bericht abgeben sollen, sehe ich eher als Vertrauensbeweis. Das hat natürlich auch mit dem negativen Eigenkapital zu tun, das ich bis 2020 abgetragen haben will." Sportchef Alfred Hörtnagl kommentierte die Lizenzerteilung in erster Instanz positiv: "Ein klares Statement für unsere beiden Teams. Dass wir uns im sportlichen Bereich nach der Decke strecken müssen, ist auch klar." Die WSG Wattens erhielt wie erwartet ebenfalls "grünes Licht", bei einem Aufstieg tragen die Grünweißen ihre Heimspiele im Tivolistadion aus.

Austria Klagenfurt wurde die Zulassung aus rechtlichen Gründen verweigert. Die Kärntner waren im Februar von der in Hamburg ansässigen Firma Home United samt aller Verbindlichkeiten übernommen worden. Der Plan ist, den Profibetrieb auszugliedern, das Ziel der Aufstieg in die Bundesliga.
Mauerwerk wurde aus finanziellen Gründen die Lizenz verweigert. Der Wiener Ostliga-Verein war zuletzt negativ in die Schlagzeilen geraten. Laut Spielergewerkschaft VdF hatte ein Spieler einen Vereinsfunktionär wegen des Verdachts des schweren Betrugs bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.