tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 13. April 2019

Georg Fraisl

Anschauen darf man den Cup ja

Elf Punkte weist die Tabelle vor dem heutigen Schicksalsspiel im Tivolistadion gegen Admira aus. Das ist nach 24 Spielen herzlich wenig, man ist versucht zu sagen: katastrophal.

Was nicht sehr fair ist. Schließlich wurde der Punktestand nach Abschluss des Grunddurchganges halbiert. In „echt“ haben die Schwarzgrünen mit fünf Siegen und fünf Unentschieden 20 Punkte in den bisherigen 24 Spielen erobert.
Auch nicht umwerfend.

Mit dieser Ausbeute wurde St. Pölten vor einem Jahr Letzter der höchsten Spielklasse und kam in die Relegation. Mit 21 Punkten war man 2018 schon auf ganz sicherem Land.

Und heuer? Wie viele Punkte braucht Wacker noch, um nicht zum vierten Mal seit 2002 aus der Top-Liga zu purzeln? Sind zehn genug? Dann wäre man bei (halbierten) 21 ...

Hand aufs Herz: Die Rechnerei ist zum K ... Es warten in der Quali-Gruppe noch vier Heimspiele auf die Tiroler. Heute eben gegen Admira, dann kommen weitere „Giganten“ wie Altach, Hartberg, Mattersburg.

Einst, als das Tivolistadion noch eine echte Festung war, wären da vier Heimsiege nicht eine Sekunde zur Diskussion gestanden. Das wäre einfach passiert.

Einst hatten die Wacker-Spieler auch den ÖFB-Pokal in Händen. Sieben Mal sogar, zuletzt 1993. Jetzt können sie nächste Woche (17. April) auf den Marktplatz in Innsbruck gehen, den Häfen anschauen, begutachten, bewundern, fotografieren ... Nur nicht angreifen – DAS dürfen nur die Sieger.
Grrrrrrrrr. Leute, g’winnt einfach diese vier Heimspiele, tretet das Abstiegsgespenst in den Bundesliga-Graben. Irgendwann ist einfach genug.