tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 14. April 2019

Gernot Gsellmann

Ein Pfeifkonzert für die Laterne

> Die nächste Schmach gegen Admira: Nach der 1:3-Heimpleite ist Wacker Innsbruck wieder Schlusslicht in der Qualifikations-Gruppe! > 1:9-Tore und null Punkte gegen Südstädter – ein Armutszeugnis!

Schimpelsberger und Rakowitz verletzt, Kerschbaum gesperrt, Harrer und Maranda nicht im Kader – dafür setzte Thomas Grumser auf Neuling Johannes Handl rechts in der Viererkette. Eine Position, die der junge Steirer noch nie ausgeübt hat.

Und wie Handl selbst agierte Wackers Defensive über weite Strecken der Partie wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen. Fehler um Fehler! Kalajdzic durfte nach fünf Minuten frei am Fünfer köpfeln, doch wenigstens Christopher Knett war hellwach, bei Schmidts Stangenschuss hatte er Glück (9.). Das wenig später, nachdem Dieng die Führung für Innsbruck am Fuß hatte (10.), aber aufgebraucht war:

> Ein fürchterlicher Rückpass von Kapitän Freitag landet bei Kalajdzic, Admiras hoch aufgeschossener Stürmer lässt Maak aussteigen und netzt ins lange Eck ein – 0:1 (15.). Das konnte man im Kellerderby gerade noch gebrauchen ...
Die Unsicherheit wurde noch größer, die Struktur war nicht vorhanden. Ganz im Gegenteil zum Gegner.

Kurzes Aufflackern

Und trotzdem: Ab der 30. Minute konnte sich die Grumser-Elf ein wenig vom psychischen Druck befreien, fand durch Dedic (Lupfer übers Tor/31.) und Freitag (Kopfball in die Hände von Leintner/38.) Möglichkeiten vor. Aber erst nach der Pause folgte die scheinbare Erlösung:
> Der eingewechselte Daniele Gabriele nahm einen Pass von Dedic auf, schloss mit einem trockenen Schuss perfekt ab – 1:1 (65.). Der erste Heimtreffer seit 566 Minuten!
Aber wer nun glaubte, dass die Hausherren einen Gang zulegen konnten, sah sich schwer getäuscht.

Admiras Doppelschlag

Denn die Südstädter zeigten sich wenig beeindruckt. Nach einem Freistoß von Zwierschitz durfte Zwei-Meter-Riese Kalajdzic ungehindert einnicken (2:1/75.), Jakolis nützte ein Durcheinander im Tiroler Strafraum zur Entscheidung (3:1/80.).

Der peinliche Auftritt des Aufsteigers wurde mit einem gellenden Pfeifkonzert quittiert. Noch peinlicher ist, dass gegen die Admira in drei Bundesliga-Spielen kein Punkt ergattert, neun Gegentreffer kassiert wurden!