tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 22. Juli 2019

Georg Fraisl

Amateure sind in Jenbach daheim

So laut und selbstbewusst die Schlachtgesänge der Wacker-Fans am späten Nachmittag des Freitags auch durch das beschauliche Kitzbühel donnerten, vielen im schwarzgrünen Tross war vor dem ÖFB-Cup-Match in der Gamsstadt nicht sehr wohl. Eine Niederlage gegen einen Regionalliga-Klub, das wäre ein weiterer sehr böser Tiefschlag für den einst so stolzen Traditionsklub gewesen. In einer an Tiefschlägen nicht gerade armen Zeit.


Seit sich Schwarzgrün selbst in die zweite Liga gedribbelt hat und der Lokalrivale aus Wattens nach oben gestürmt ist, sind die Zeiten hart geworden für Wacker. Man lässt die jahrzehntelange Nummer 1 deutlich spüren, dass sie nur noch die Nummer 2 ist.


Jüngstes Beispiel: Die Heimstätte der Wacker Amateure, der Regionalliga-Tirol-Mannschaft des Innsbrucker Vereins. Das erste Heimspiel gegen FC Kufstein ist zwar am 3. August um 16 Uhr auf dem Tivoli-W1-Platz angesetzt, die eigentliche Heimstätte der Schwarzgrünen dürfte jedoch ... Jenbach (!) werden. Weil besagter W1 geschont werden soll – und Wacker mit seiner Zweier nirgendwo sonst Unterschlupf findet. Die Innsbrucker Fußballplätze sind ohnehin überfüllt, die Orte im Umkreis brauchen ihr Rasenviereck selbst. Anfragen in Axams und Kematen wurden z. B. negativ beantwortet.
Also Jenbach ... Und dieses Exil sagt viel über Wackers derzeitige Lage.