tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 07. August 2019

Georg Fraisl

In einem „Klub“ mit Marco Reus

> Tiefschlag für Wacker Innsbruck: Bei Murat Satin wurde ein Abriss der Syndesmose festgestellt > Die gleiche Verletzung setzte auch den Dortmund-Star schachmatt > Mittelfeldspieler fällt acht Wochen aus

Die Syndesmose ist nur ein kleines Band, aber eins mit großen Auswirkungen bei Beschädigungen. Sie hält im oberen Sprunggelenk das Schien- und Wadenbein zusammen. Michael Ballack kostete ein Teilriss der Syndesmose die WM 2010, Marco Reus gar den deutschen WM-Titel 2014.

Jetzt ist auch Murat Satin in diesem „Klub“. Bei einem MRI am Montag wurde beim 22-jährigen Wacker-Spieler der Abriss dieses Bandes diagnostiziert.
Passiert beim Abschlusstraining im Tivolistadion am Samstag Vormittag. Ohne Feindeinwirkung, einfach überknöchelt. „Is’ nit so schlimm“, ließ der Mittelfeld-Spieler seinen Trainer Thomas Grumser wissen. Ein Eindruck, den man tags darauf revidieren musste: Die Schwellung war über Nacht massiv geworden, Satin nahm gegen Dornbirn (1:0) nur auf der Bank Platz.

Atsushi ist sein Ersatz

Nun wird er sechs bis acht Wochen fehlen. Die gerissene Syndesmose wird nicht operiert, man setzt auf eine konservative Heilung – das könnte die Reha-Zeit verkürzen. Für Wacker ist der Ausfall „ein Verlust“, wie auch Trainer Grumser zugab. Zumal der Stubaitaler richtig gut in Form war: Beim 7:0-Sieg im ÖFB-Cup in Kitzbühel hatte Satin einen Doppelpack beigesteuert. Ersatz? Atsushi Zaizen oder auch Clemens Hubmann.