tivoli12 - das schwarz-grüne magazin

Ausgabe: 26. September 2019

Wolfgang Müller

Als Belohnung endlich ein geiles Heimspiel

Innsbruck - Geschäft war der Pokalsieg beim GAK für den FC Wacker keines. 6500 Euro Prämie decken gerade die Aufwandskosten der Dienstreise nach Graz ab. Aber für das Selbstvertrauen und die Außendarstellung der jungen schwarz-grünen Mannschaft war der 2:1-Sieg in der zweiten Runde Gold wert. "Weil es vor allem in der ersten Halbzeit ein richtig guter Auftritt war", verteilte Thomas Grumser ein Pauschallob an seine Schwarz-Grünen, gab aber gleichzeitig auch zu, dass er den Schlusspfiff herbeigesehnt hatte. Auch FCW-Sportchef Alfred Hörtnagl atmete nach Spielschluss in Graz tief durch. "Die Mannschaft hat mit dem schnellen Umschaltspiel eine starke Leistung abgeliefert, hätte den Sack schon vor dem Anschlusstreffer zumachen müssen, brachte den Aufstieg dann mit aufopferndem Kampf über die Zeit. Das sind gute Zeichen und ein Beleg, dass wir mit dieser jungen Truppe auf dem richtigen Weg sind."

Auch Routinier Stefan Meusburger blickte mit leuchtenden Augen auf den Pokalabend zurück. "In dieser Mannschaft macht es wieder richtig Spaß, Fußball zu spielen. Letztlich ein hochverdienter Sieg, weil wir genug Chancen hatten und zum Schluss ja nicht mehr viel zugelassen haben."

Mit Blick auf die Achtelfinalauslosung am kommenden Sonntag gibt es im Tiroler Lager keine zwei Meinungen. "Endlich einmal ein geiles Heimspiel gegen einen attraktiven Gegner", so Hörtnagl. Dem Trainer ist der Gegner egal: "Hauptsache ein Heimspiel." Dann könnte der Pokal für den FC Wacker - 10.000 Euro Prämie und die gesamten Zuschauereinnahmen - auch endlich einen Gewinn abwerfen.

Aus einer homogenen, kampfstarken FCW-Mannschaft mit dem 17-jährigen Felix Köchl ragten zwei Mittelfeldstrategen heraus: Rami Tekir und Murat Satin - beide lieferten sehenswerte Comebacks nach langer Pause ab, wirbelten, solange der Akku noch nicht leergelaufen war, was das Zeug hielt.